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Die Besoldungsmerkmale

Was in anderen Berufsgruppen Lohn oder Gehalt genannt wird, bezeichnet man bei den Beamten als Besoldung. Deren Besoldung ist mit einigen Merkmalen und Besonderheiten versehen. Folgende Berufsgruppen fallen unter das Bundesbesoldungsgesetz (BBesG):
Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten. Das Bundesbesoldungsgesetz ist für alle Besoldungsempfänger bindend, welche beim Bund, in den Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und allen sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts beschäftigt sind. Das Bundesbesoldungsgesetz, kurz BBesG lässt Sonderregelungen in den einzelnen Ländern zu. Nur solche die im BBesG festgehalten sind, dürfen auch angewandt werden.
Diese Berufsgruppen fallen unter eine ganz besondere Entlohnungsweise. Sie sind die einzigen, deren Bezüge aufgrund eines Gesetzes gezahlt werden, welches vom Parlament verabschiedet wurde. Dieses Gesetz besagt ebenfalls, dass Einzelregelungen nicht zulässig sind. Hat eine Person, der oben genannten Berufsgruppen, Zweifel an der rechtmäßigen Bezahlung, muss sie den Rechtsweg beschreiten. Dieser kann bis zur eventuellen Anfechtung des BBesG vor dem Bundesverfassungsgericht gehen.
Die Besoldung des Beamten soll vor allem sicherstellen, dass dieser angemessen entlohnt wird, damit wirtschaftlich unabhängig ist und somit auch vor negativen Einflüssen (Bestechung, Korruption) geschützt ist. Die Besoldung der Berufsgruppen beruht auf dem so genannten Alimentationsprinzip. Dieses Prinzip gehört seit jeher zu den Grundrechten des Beamtentums und ist geregelt in Art. 33 Absatz 5 des Grundgesetzes.

Beamte werden in verschiedene Laufbahngruppen eingeordnet. Diese ordnen sich fortlaufend nach oben und richten sich nach Qualifikation und Dienstalter des Beamten.
Beginnend ist die Laufbahngruppe des einfachen Dienstes. Ihr werden die Besoldungsgruppen A2 bis A6 zugeordnet. Danach kommt der mittlere Dienst, unterteilt in Besoldungsgruppe A6 bis hin zu Besoldungsgruppe A9.
Dann folgt die Besoldungsgruppe des gehobenen Dienstes, beginnend mit A9 bis zu A13.
Zum Schluss und damit als letzte Stufe gilt der höhere Dienst, von A13 bis hin zu A16.

Die Dienstalterstufen - Stufen

Das Grundgehalt der Berufsgruppen wird nach oben hin in Stufen gezahlt. Das Aufsteigen der Beamtenbesoldung Stufen wiederum richtet sich nach dem Besoldungsdienstalter, sowie der Leistung des Beamten. Bei Richtern und Staatsanwälten hingegen wird die Besoldung nach dem Besoldungslebensalter bemessen und nur teilweise nach der Leistung. Diese Regelung berücksichtigt, dass auch im öffentlichen Dienst ein Berufsanfänger nicht gleich viel wie ein erfahrener Beamter verdienen kann. Dieses System wird auch bei den Angestellten im öffentlichen Dienst angewandt. In der freien Wirtschaft wird das tarifliche Endgehalt oftmals schon wesentlich früher erreicht, da in diesem Bereich weniger Altersstufen zugrunde liegen.
In den verschiedenen (oben genannten) Laufbahngruppen wird dann wieder in Besoldungsgruppen unterteilt.

Beamte Grundgehalt

In den Bezügetabellen werden die verschiedenen und unterschiedlichen Grundgehälter der Besoldungsgruppen geregelt. Arbeitet ein Beamter in Teilzeit, dann wird dessen Besoldung anteilig ausgezahlt.
Die Beamte Grundgehälter werden wie folgt gezahlt:

→ die Besoldungsordnung A erfasst Beamte und Soldaten der Besoldungsgruppen A 2 bis A 16 = aufsteigende Gehälter

→ die Besoldungsordnung B erfasst Beamte und Soldaten der Besoldungsgruppen B 1 bis B 11 = feste Gehälter

→ die Besoldungsordnung C erfasst Hochschullehrer der Besoldungsgruppen C 1 bis C 4 = aufsteigende Gehälter

→ die Besoldungsordnung R erfasst Richter und Staatsanwälte der Besoldungsgruppen R 1 bis R 10, R 1 und R 2 = aufsteigende Gehälter, R 3 bis R 10 = feste Gehälter

→ die Besoldungsordnung W erfasst Professoren, der Besoldungsgruppen W 1 bis W 3 = feste Gehälter

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Erläuterung der Bezügemitteilung Besoldung

 

Sonderzahlung Beamte 2017 

Bundesland

Sonderzahlung / Bemerkung

Bund

Integration der Sonderzahlung in das Grundgehalt in Höhe von 5 % der monatlichen Besoldung + 10,42 € bis A 8, Integration der Sonderzahlung in das Grundgehalt für Versorgungsempfänger in Höhe von 4,17 % der monatlichen Bezüge bezogen auf das Jahr 2004 (faktorisiert)

Baden-Württemberg

Integration der Sonderzahlung in Höhe von 4,17 % der monatlichen DIenstbezüge und Anwärterbezüge in das Grundgehalt, Versorgungsempfänger: Integration der Sonderzahlung in Höhe von 2,5 %

Bayern

Bis A 11 sowie Anwärter und Empfänger von Unterhaltsbeihilfe: 70 %, ab A 12 65 % von 1/12 der für das Kalenderjahr zustehenden Besoldung (Auszahlung mit Dezemberbezügen) + 84,29 % des Familienzuschlags (Auszahlung mit Dezemberbezügen), A 2 bis A 8, bei Anwärtern und Dienstanfängern monatlicher Erhöhungsbetrag von jeweils 8,33 €, Versorgungsempfänger bis A 11 60 %, ab A 12 56 %

Berlin

640 €, Anwärter 200 € (Auszahlung mit Dezemberbezügen, Versorgungsempfänger 320 €

Brandenburg

Integration eines Sonderzahlungsbetrages von 21 € für Beamte sowie 10 € für Anwärter in das Grundgehalt, Versorgungsempfänger: –

Bremen

Bis A 8 840 € und A 9 bis A 11 710 € (Auszahlung mit   Dezemberbezügen), Versorgungsempfänger: Beamte mit erstmaligen Ansprüchen nach dem 31. Dezember 2005: 3 Jahre keine Sonderzahlung

Hamburg

Integration der Sonderzahlung in das Grundgehalt; Beamte in A-, R-, W- und C-Besoldung: 1.000 €, Anwärter: 300 €, Integration des Urlaubsgeldes in das Grundgehalt bei Beamten in A 4 bis A 8: 400 €, Versorgungsempfänger: Korrektur des Ruhegehaltes um integrierte Beträge; zusätzlich in A 2 bis A 12 und C 1 Gewährung eines monatlichen Erhöhungsbetrages, der der ursprünglich gewährten Sonderzahlung in Höhe von 500 € entspricht

Hessen

Beamte, Anwärter 5 % eines Monatsbezugs (mtl. Auszahlung), Versorgungsempfänger 2,66 % eines Monatsbezugs (mtl. Auszahlung), Urlaubsgeld bis A 8 166,17 € im Juli

Mecklenburg­Vorpommern

Beamte bis A 9 und Anwärter 38,66 %, A 10 bis A 12, C 1 33,88 %, übrige Besoldungsgruppen 29,89 % eines Monatsbezugs (Auszahlung mit Dezemberbezügen, Werte für 2015) , Versorgungsempfänger entsprechend

Niedersachsen

Beamte A 2 bis A 8 420 € (Auszahlung mit Dezemberbezügen), Versorgungsempfänger: –

Nordrhein­Westfalen

Bis A 6 60 %, A 7 bis A 8 und Anwärter 45 %, ab A 9 30 % eines   Monatsbezugs (Auszahlung mit Dezemberbezügen), Versorgungsempfänger bis A 6 60 %, A 7 bis A 8 39 %, ab A 9 22 %

Rheinland-Pfalz

Integration der Sonderzahlung in Höhe von 4,17 % eines Monatsbezugs in das Grundgehalt, Versorgungsempfänger entsprechend

Saarland

Integration der Sonderzahlung in das Grundgehalt: bis A 10 1.000 €; ab A 11 und B, C, R, W 800 €; (Vorbereitungsdienst/Waisengeld 285 €), Integration des Urlaubsgeldes in das Grundgehalt bis A 8 165 €, Versorgungsempfänger: Integration über Korrekturfaktoren (bis A 10 500 €; ab A 11 400 €)

Sachsen

Keine Sonderzahlung, Überlegungen zur rückwirkenden Wiedereinführung und Anpassung der jährlichen Sonderzahlung ab 2011

Sachsen-Anhalt

Bis A 8 120 € (Auszahlung mit Dezemberbezügen), Versorgungsempfänger: Überlegungen zur rückwirkenden Wiedereinführung und Anpassung der jährlichen Sonderzahlung ab 2011

Schleswig­Holstein

Bis A 10 660 € (Auszahlung mit Dezemberbezügen), Versorgungsempfänger bis A 10 330 €; Hinterbliebene 200 € und Waisen 50 €

Thüringen

Integration der Sonderzahlung in das Grundgehalt (zwischen 3,75 % und 0,84 % eines Monatseinkommens gestaffelt nach Besoldungsgruppen)

Quelle: dbb.de

Siehe auch:

Besoldung 2017 und 2018 – Länder-Überblick
Beamtenbesoldung Rechner
Besoldungstabellen Bund und Länder
Zum 1. Juli gilt die neue Besoldung