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Berechnung des Ruhegehalts

Kürzung der Pension

Eintritt in die Pension

Beispiele für die Berechnung der Pension

Pensionsrechner

Die Pension richtet sich für Beamte und Richter nach den gesetzlichen Vorschriften des Beamtenversorgungsgesetzes (BeamtVG). Dieses ist in der Gültigkeit des Bundes und des jeweiligen Landes ausgerichtet.

Zu den Versorgungsbezügen gehören

• das Ruhegehalt
• der Unterhaltsbeitrag
• die Hinterbliebenenversorgung
• Bezüge bei Verschollenheit
• die Unfallfürsorge
• das Übergangsgeld
• ein Ausgleich bei besonderen Altersgrenzen
• der Erhöhungsbetrag nach § 14 Abs. 4 Satz 3 Halbsatz 1 BeamtVG
• der Unterschiedsbetrag nach § 50 Abs. 1 Satz 2 und 3 BeamtVG
• Leistungen nach den §§ 50a bis 50e BeamtVG
• der Ausgleichsbetrag nach § 50 Abs. 3 BeamtVG
• der Anpassungszuschlag nach § 69b Satz 5 BeamtVG
• die Einmalzahlung nach Abschnitt XI des BeamtVG
• die jährliche Sonderzahlung nach § 50 Abs. 4 und 5 BeamtVG

Berechnung des Ruhegehalts

Die Pension wird für Beamte und Richter nur dann gezahlt, wenn diese mindestens fünf Jahre im Dienst aktiv tätig waren. Ebenso wird ein Ruhegehalt für Beamte und Richter gezahlt, die durch eine nicht verschuldete Dienstunfähigkeit, beispielsweise durch eine Krankheit, nicht mehr tätig sein konnten.
Eine Dienstzeit wird nur dann für die Pension angerechnet, wenn sie ruhegaltfähig ist. Die Dienstzeit beginnt ab dem ersten Tag der Berufung zum Beamten.
Ein Anspruch auf die Zahlung der Pension beginnt mit dem Eintreten in den Ruhestand. Der Berechnung des Ruhegehalts zugrunde gelegt werden die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge der letzten zwei Jahre und die ruhegehaltfähige Dienstzeit.

Höhe des Ruhegehalts

Die Höhe der Pension beträgt für jede jährliche ruhegehaltfähige Dienstzeit 1,79375 vom Hundert der ruhegehaltfähigen Bezüge gemäß § 5 BeamtVG. Der Höchstsatz beträgt dabei 71,75 vom Hundert.
Generell wird der Ruhegehaltssatz auf bis zu zwei Stellen nach dem Komma ausgerechnet. Dabei wird die zweite Dezimalstelle um einen Punkt aufgerundet, sofern es sich bei der dritten Stelle nach dem Komma um einen Wert von 5 bis 9 handelt.
Dienstjahre werden grundsätzlich als Jahre mit 365 Tagen berechnet. Daraus ergibt sich dann die Anzahl der gesamten ruhegehaltfähigen Dienstjahre.

Kürzung der Pension

Eine Kürzung des Ruhegehalts um 3,6 vom Hundert tritt ein, wenn der Beamte gemäß § 52 Abs. 1 und 2 des Bundesbeamtengesetzes vor Beendigung des Kalendermonats, in dem der Beamte das 65. Lebensjahr vollendet, in Pension versetzt wird.
Eine Minderung der Pension um 3,6 vom Hundert tritt ebenso ein, wenn der Beamte gemäß § 52 Abs. 3 des Bundesbeamtengesetzes vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in die Pension versetzt wird.
Zudem wird das Ruhegehalt um 3,6 vom Hundert gemindert, wenn der Beamte dienstunfähig wird, wobei die Dienstunfähigkeit nicht auf einen Dienstunfall beruht.
Eine Minderung darf den Satz von 10,8 vom Hundert bzw. den Satz von 14,4 vom Hundert nicht übersteigen.

Ausschlusskriterien für eine Kürzung der Pension

Eine Kürzung der Pension darf auch nicht durchgeführt werden, wenn der Beamte mindestens 45 Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeiten vorweisen kann und er bei Eintreten in den Ruhestand das 65. Lebensjahr vollendet hat.
Zudem darf keine Kürzung erfolgen, wenn der Beamte bei Eintreten in den Ruhestand das 63. Lebensjahr vollendet hat, er mindestens 40 Jahre im Dienst aktiv tätig war und er bereits eine bis zu zehnjährige Kindeserziehung nachweisen kann und das Eintreten in den Ruhestand nicht aufgrund einer Arbeitslosigkeit beruht.

Eintritt in die Pension

Für Beamte und Richter wurde die Regelaltersgrenze im Jahr 2012 auf 67 Jahren schrittweise angehoben. Ein Pensionseintritt vor dem regulären Pensionseintritt mit 67 Jahren erfolgt zumeist mit einer Kürzung des Ruhegehalts. Feuerwehrmänner, Polizeibeamte und Justizvollzugsbeamte sind von dieser Regelung ausgenommen. Sie können bereits mit 63 Jahren in den Ruhestand gehen, ohne Abschläge hinnehmen zu müssen. Beamte mit einer Behinderung können mit dem 63. Lebensjahr abschlagsfrei in den Ruhestand gehen. Ein abschlagsfreier Eintritt in die Pension für behinderte Personen mit dem 60. Lebensjahr muss individuell geprüft werden.

Beispiele für die Berechnung der Pension

Die nachfolgenden Beispiele sind fiktive Beispiele, die auf Werte der Bundesbesoldungstabelle für das Jahr 2014 beruhen. Die Beispiele sollen einen Überblick über die Pension bei einem Eintritt in den Ruhestand mit 65 bzw. 67 Jahren und einen verfrühten Eintritt mit Abschlägen geben. Für die Richtigkeit und Aktualität der Werte kann keine Garantie gegeben werden.

Pensionsberechnung

Besoldungsgruppe A 5 A 10 A 13 A 3 A 7 A 9
Besoldungsstufe 8 5 6 4 7 6
Geburtsjahr 1960 1955 1949 1970 1980 1977
Familienstand verheiratet   verheiratet verheiratet  verheiratet  verheiratet   verheiratet
Beginn Dienstzeit 1978  1975 1967 1990  2000 2005
Teilzeit  nein  nein  nein nein nein  nein
Pensionseintritt 67 Jahre  65 Jahre  65 Jahre  67 Jahre  67 Jahre 67 Jahre
Pensionshöhe 1.810 € 2.424 €  3.420 €  1.587 €  2.000 €  2.209 €
             

Pensionseintritt mit Abschlägen

Besoldungsgruppe A 5 A 10 A 13 A 3 A 7 A 9
Besoldungsstufe 8 5 6 4 7 6
Geburtsjahr 1960 1955 1949 1970 1980 1977
Familienstand verheiratet   verheiratet verheiratet  verheiratet  verheiratet   verheiratet
Beginn Dienstzeit 1978  1975 1967 1990  2000 2005
Teilzeit  nein  nein  nein nein nein  nein
Pensionseintritt 63 Jahre  63 Jahre  63 Jahre  63 Jahre  64 Jahre 63 Jahre
Pensionshöhe 1.593 € 2.184 €  3.143 €  1.359 €  1.785 €  1.697 €
             

 

 

 

Später in Pension auch bei Krankheit

Wer als Beamter schwer krank oder behindert ist, muss ebenfalls länger auf die abschlagsfreie Pension warten oder höhere Abschläge in Kauf nehmen. Denn auch für sie galt wie bisher eine eigene, normale Altersgrenze. Diese Grenze verschiebt sich Stück für Stück nach hinten.

Auf Antrag später in Pension

Mit erheblich höheren Abschlägen bei der Pension muss rechnen, wer vorzeitig in den Ruhestand wechseln möchte. Zwar ist nach wie vor der vorzeitige Ruhestand ab dem 63. Lebensjahr möglich, allerdings nur noch gegen höhere Abschläge. Das heißt: Bisher konnte man mit 63 Jahren auf Antrag in den Ruhestand wechseln und erhielt dafür eine um 7,2 Prozent gekürzte Pension. Künftig steigt die maximale Kürzung bis auf 14,4 Prozent.

Abschlagsfreie Pension durch neues Dienstrecht immer später. Siehe Tabelle:

 

Vorzeitiger Ruhestand auf Antrag

Geburt Abschlags-freie Pension mit* Jahr/Mon.

Abschlag**

1948 65 63 7,2 %
1/1949 65+1 63 7,5 %
2/1949 65+2 63 7,8 %
3-12/1949 65+3 63 8,1 %
1950 65+4 63 8,4 %
1951 65+5 63 8,7 %
1952 65+6 63 9 %
1953 65+7 63 9,3 %
1954 65+8 63 9,6 %
1955 65+9 63 9,9 %
1956 65+10 63 10,2 %
1957 65+11 63 10,5 %
1958 66 63 10,8 %
1959 66+2 63 11,4 %
1960 66+4 63 12 %
1961 66+6 63 12,6 %
1962 66+18 63 13,2 %
1963 66+10 63 13,8 %
1964 67 63 14,4 %

 

*Jahr und Monat, **in Prozent | Quelle: Deutscher Beamtenbund | Stand: Juni 2009

 

Frühpensionierung für Beamte: Auch Polizei-Beamte, Beamte des Justizvollzugsdienstes und des Verfassungsschutzes konnten die besonderen Altersgrenzen nutzen. Dies wird auch in Zukunft so sein.

"Weitere Informationen zu staatlich-geförderter, zusätzlicher Altersvorsorge (wie z. B. der Riester Rente) liefert Rententips.de."

Siehe auch:  Beamtenpension

Richter arbeiten am längsten

Beamte haben kein einheitliches Pensionsalter:*

*ohne Frühpension

65 | Richter

64 | Bahnbeamter (gehobener Dienst)

62 | Bahnbeamter (mittlerer Dienst)

60 | Hauptbrandmeister, Hauptwachmeister, Kriminaloberkommissar, Justizvollstreckungssekretär

59 | Postbeamter (gehobener Dienst)

57 | Postbeamter (einf. Dienst)


Quelle: Deutscher Renterversicherung, Statistisches Bundesamt | Stand: Dezember 2013

 

 

Pensionsrechner: Wie hoch wird die Pension für Beamte?

Über folgenden Link können Sie sich den Pensionsrechner herunterladen:
(Link anklicken und die Datei speichern auf einem Verzeichnis Ihrer Wahl):

Pensionsrechner