1 1 1 1 1 Rating 3.16 (201 Votes)

Die Besoldung in Nordrhein-Westfalen wird durch das Landesamt für Besoldung und Versorgung in NRW festgesetzt und ausgezahlt.

Besoldungstabelle Nordrhein-Westfalen (NRW) 2017/ 2018

Link Nordrhein-Westfalen (gültig ab 01.04.2017)
Link Anwärterbezüge Nordrhein-Westfalen
Link Familienzuschlag Nordrhein-Westfalen
Themensammlung - NRW

 Beamtenbesoldung Rechner

 

Bildquelle: © Sven Knie - Fotolia.com

Ab dem 01. Januar 2017 gelten Erhöhungen der Dienstbezüge für aktive Beamte und Anwärter. Dabei handelt es sich nicht um eine Besoldungserhöhung, sondern vielmehr resultieren die Erhöhungen der monatlichen Bezüge aus dem Wegfall des Sonderzahlungsgesetzes NRW zum 01.01.2017. Die jährliche Sonderzahlung wird in die monatlichen Bezüge integriert.

Allgemeines

Die aktuelle Besoldung und Anwärterbezüge sind in den Besoldungstabellen für NRW festgesetzt. Die Tabellen werden in unterschiedlichen zeitlichen Intervallen in der Höhe der Beträge angepasst. Die Höhe der Besoldungsanpassungen richtet sich in der Regel nach den Tarifverhandlungen bzw. Übertragungen der Ergebnisse aus den Tarifrunden für Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Sonderzahlung 2017

Ab dem Jahre 2003 wurde die Sonderzuwendung durch die Sonderzahlung in NRW abgelöst. Die Sonderzahlung wird Beamten und Anwärtern mit den Bezügen für den Kalendermonat Dezember ausgezahlt. Die Höhe und der Anspruch sind im Sonderzahlungsgesetz NRW vom 20. November 2003 in der aktuellen Fassung festgesetzt. Für die Bestimmung der Höhe der Sonderzahlung liegen bestimmte Bemessungsfaktoren zu Grunde.

Für aktive Beamte in NRW galten folgende Bemessungsfaktoren zur Berechnung der Sonderzahlung bis 2016:

Bemessungsfaktor im Jahr (in Prozent)

Besoldungsgruppe 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2016 2017
A 2 - A 6 84,29 % 84,29 % 60 % 60 % 60 % 60 % 60 % 60 % 60 % 60 % 60 % entfällt
A 7, A 8 und Anwärter 70 % 70 % 45 % 45 % 45 % 45 % 45 % 45 % 45 % 45 % 45 % entfällt
Übrige Beamte 50 % 50 % 30 % 30 % 30 % 30 % 30 % 30 % 30 % 30 % 30 % entfällt

 

NEU ab 2017:

Sonderzahlung 2017: Wegfall der Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) zum 01.01.2017

Zum 01.01.2017 fallen das Sonderzahlungsgesetz NRW und die jährliche Sonderzahlung weg. Stattdessen wird die Sonderzahlung in die monatlichen Bezüge integriert. Dementsprechend erhöhen sich das Grundgehalt sowie alle Zulagen und Zuschläge ab dem 01.01.2017.

Anspruchsvoraussetzungen

Um einen Anspruch für eine Sonderzahlung zu haben, muss der Beamte folgende Kriterien erfüllen:

  • Am ersten Arbeitstag im Dezember des jeweiligen Kalenderjahres muss eine Tätigkeit als Beamter im Landesdienst vorliegen
  • Das Vorliegen einer Mindestdauer von 6 Monaten im öffentlichen Dienst im laufenden Kalenderjahr muss erfüllt sein oder alternativ eine Beschäftigung seit dem ersten nicht allgemein freien Tag des Kalendermonats Oktober
  • Die Tätigkeit wird bis zum folgenden Jahr bis zum 31. März ausgeübt

Kindergeld

Ab dem 01.01.2017 und ab 01.01.2018 wird das Kindergeld um jeweils 2,00 € pro Monat für jedes Kind erhöht.

Das Kindergeld wird dann wie folgt gezahlt:


1.    Erhöhung ab 01.01.2017 und ab 01.01.2018

Kinder

Bis Ende 2016

Ab 01.01.2017

Ab 01.01.2018

Ersten beiden Kinder

190 €

192 €

194 €

Drittes Kind

196 €

198 €

200 €

Ab viertes Kind

221 €

223 €

225 €

 

2.    Auszahlung

Die Auszahlung der Erhöhungsbeträge ab 01.01.2017 erfolgt voraussichtlich mit den Bezügen Ende Januar 2017. Ein besonderer Antrag ist nicht zu stellen, da die Auszahlung automatisch erfolgt.

Link Kindergeld Allgemeine Hinweise

Mehr zum Thema Kindergeld können Sie unter Merkblatt Kindergeld  nachlesen.

 


 

Beihilfe

Die Zentrale Scanstelle Beihilfe ist für die Erfassung aller Anträge, Belege oder sonstigen schriftlichen Verkehr zuständig. Sie übermittelt zudem die Daten an die Beihilfestelle des Landesamts für Besoldung und Versorgung Nordrhein-Westfalen.
Für die Übersendung der Anträge und Dokumente ist somit folgende Adresse zu verwenden:

Beihilfe Nordrhein-Westfalen

Für die Übersendung der Anträge und Dokumente ist somit folgende Adresse zu verwenden:

Zentrale Scanstelle Beihilfe
32746 Detmold

In der Regel ist der Bemessungssatz (§ 12 Abs. 1 BVO) personenbezogen und wird wie folgt angesetzt:

Besoldungsgruppe Familienzuschläge
Beihilfeberechtigte im aktiven Dienst ohne Kind oder mit einem Kind 50 %
Beihilfeberechtigte im aktiven Dienst mit zwei oder mehr Kindern 70 %
entpflichtete Hochschullehrer 50 %
Beihilfeberechtigte im Ruhestand (Versorgungsempfänger) 70 %
berücksichtigungsfähige Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner 70 %
berücksichtigungsfähige Kinder sowie beihilfeberechtigte Waisen 80 %

 

Der Beihilfebemessungssatz richtet sich nach den persönlichen Verhältnissen, die zum Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen maßgebend waren.

Änderung der Beihilfe bei Erreichen des Ruhestands

Der Bemessungssatz vermindert sich um 10.v.H., sofern dem Beamten ein Zuschuss vom Rentenversicherungsträger von mindestens 90,00 Euro zur Krankenversicherung zusteht. Um eine korrekte Berechnung ermöglichen zu können, muss der aktuelle Rentenbescheid oder die aktuelle Rentenanpassungsmitteilung zusammen mit dem nächsten Beihilfeantrag vorgelegt werden.

Änderungen der BVO 2017

Ab  01.01.2017 werden die bisherigen drei  Pflegestufen abgelöst. Diese werden dann durch  fünf  neue Pflegegrade ersetzt.  Alle, die  2016  bereits  eine  Pflegestufe  haben,  werden  einem  neuen Pflegegrad zugewiesen.
Gemäß den Änderungen der BVO 2017 ergeben sich folgende Werte bei einer vollständigen Pflege:

Besoldungsgruppe

Eigenanteile bisher

Eignanteile neu ab 2017

Bemerkungen

Beihilfeberechtigte mit einem Angehörigen

40 %

30 %

des um 600 Euro

bei Empfängern von Versorgungsbezügen um 450

Euro

verminderten Einkommens

Beihilfeberechtigte mit mehreren Angehörigen

35 %

25 %

Beihilfeberechtigte ohne einem Angehörigen + bei gleichzeitiger stationärer

Pflege des

Beihilfeberechtigten und aller Angehörigen

70 %

50 %

des um 400 Euro verminderten Einkommens

 

Zuschuss zu den Pflegekosten

Der bis Ende 2016 vorgesehene Zuschuss zu den Pflegekosten (Fürsorgeleistung) entfällt, allerdings gilt dieser noch für alle Besitzstandsfälle, sofern ein entsprechender Antrag des Beihilfeberechtigten vorliegt.

Übersicht über die Pflegesätze 2017

Art: Pflegesachleistung
Anspruch: Pflegegrade 2 - 5

Pflegegrad

Monatliche Leistung

2

689 €

3

1298 €

4

1612 €

5

1995 €

 

Art: Pflegegeld
Anspruch: Pflegegrade 2 - 5

Pflegegrad

Monatliche Leistung

2

316 €

3

545 €

4

728 €

5

901 €

 

Art: Verhinderungspflege
Anspruch: Pflegegrade 2 - 5

Pflegegrad

Jährliche Leistung

Bemerkung

2

1612 €

Gilt für 42 Tage pro Jahr, ein Übertrag der Hälfte der Kurzzeitpflege ist möglich

3

1612 €

4

1612 €

5

1612 €

 

Art: Kurzzeitpflege
Anspruch: Pflegegrade 2 - 5

Pflegegrad

Jährliche Leistung

Bemerkung

2

1612 €

Gilt für 8 Wochen pro Jahr, eine Aufstockung um den Betrag der Verhinderungspflege ist möglich

3

1612 €

4

1612 €

5

1612 €

Art: Tages- und Nachtpflege
Anspruch: Pflegegrade 2 - 5

Pflegegrad

Monatliche Leistung

2

689 €

3

1298 €

4

1612 €

5

1995 €

Art: Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen
Anspruch: Pflegegrade 1 - 5

Pflegegrad

Leistung / Maßnahme

1

4000 €

2

4000 €

3

4000 €

4

4000 €

5

4000 €

Art: Wohngruppenzuschlag
Anspruch: Pflegegrade 1 - 5

Pflegegrad

Leistung / Monat

1

214 €

2

214 €

3

214 €

4

214 €

5

214 €

Art: Entlastungsleistung
Anspruch: Pflegegrade 1 - 5

Pflegegrad

Leistung / Monat

1

125 €

2

125 €

3

125 €

4

125 €

5

125 €

Art: vollstationär
Anspruch: Pflegegrade 1 - 5

Pflegegrad

Leistung / Monat

1

125 €

2

770 €

3

1262 €

4

1775 €

5

2005 €

Siehe auch:

Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW