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Beamte, Versorgungsempfänger und Richter werden in Schleswig-Holstein vom Finanzministerium Schleswig-Holstein besoldet. Die Besoldung der Beamten wird durch das Amt festgelegt und ausgezahlt. Zudem ist es für Leistungen innerhalb der Beihilfe, bestimmte Zuschläge und die Versorgung der Staatsdiener zuständig.

Besoldungsanpassungen 2017 und 2018

Anpassung der Dienst- und Versorgungsbezüge 2017 und 2018

Am 07. März 2017 hat der Landtag einen Entwurf eines Gesetzes zur Besoldungs- und Versorgungsanpassung in Schleswig-Holstein (Besoldungs-und Versorgungsanpassungsgesetz 2017 bis 2018 - BVAnpG 2017-2018) vorgestellt. Das Gesetz wurde bis dato noch nicht verabschiedet und befindet sich noch im Gesetzgebungsverfahren.

Folgende Regelungen wurden innerhalb der Anpassung der Dienst- und Versorgungsbezüge 2017 und 2018 getroffen:

  • 01. Januar 2017: Erhöhung der Bezüge um 1,8 % mindestens 75 Euro
  • 01. Januar 2018: Erhöhung der Bezüge um 2,35 %
  • 01. Januar 2017: Anhebung des Familienzuschlags mit Ausnahme der Erhöhungsbeträge für die Besoldungsgruppen A 2 bis A 5 um 1,8 %
  • 01. Januar 2018: Anhebung des Familienzuschlags mit Ausnahme der Erhöhungsbeträge für die Besoldungsgruppen A 2 bis A 5 um 2,35 %
  • 01. Januar 2017: Anhebung der Anwärtergrundbeträge um 35 Euro
  • 01. Januar 2018: Anhebung der Anwärtergrundbeträge um 35 Euro

Die aktuelle Besoldung ist in den Besoldungstabellen, gültig für das Land Schleswig-Holstein, aufgeführt. Für das Jahr 2017 wurde eine Abführung von 0,2 Prozent in den Versorgungsfonds vereinbart.

Gesetzentwurf BVAnpG 2017-2018:

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5200/drucksache-18-5291.pdfhttp://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/5200/drucksache-18-5291.pdf

Besoldungstabelle Schleswig-Holstein 2017

Schleswig-Holstein (gültig ab 01.01.2017)
Link Familienzuschlag Schleswig-Holstein
Link Anwärterbezüge Schleswig-Holstein

 

Bildquelle: © Sven Knie - Fotolia.com

 

Familienzuschlag Ehegatte

Stufe 1 (§ 44 Abs.1)

Stufe 2 (§ 44 Abs.2)

Besoldungsgruppen A 2- A 8

123,74 Euro - brutto

234,91 Euro brutto

Übrige Besoldungsgruppen

129,96 Euro - brutto

241,13 Euro brutto

Pro Monat/in Euro

Stufe 2

Für das erste Kind

Ab Stufe 3

Für jedes weitere KInd

Familienzuschlag

5,11 Euro (A 2 – A 5)

25,56 Euro (A 2 – A 3)

20,45 Euro (A 4)

15,34 Euro (A 5)

Familienzuschlag

2. Kind

Ab dem 3. Kind

Alle Besoldungsgruppen

111,17 €

344,61 €

 

Anrechnungsbetrag nach § 43 Abs. 2 Satz 1

Familienzuschlag

Anrechnungsbetrag

Besoldungsgruppen A 2 und A 8

115,02 €

Besoldungsgruppen A 9 und A 12

122,11 €

 

Familienzuschlag 2018

Familienzuschlag Ehegatte

Stufe 1 (§ 44 Abs.1)

Stufe 2 (§ 44 Abs.2)

Besoldungsgruppen A 2- A 8

126,65 Euro - brutto

240,43 Euro brutto

Übrige Besoldungsgruppen

133,01 Euro - brutto

246,79 Euro brutto

Pro Monat/in Euro

Stufe 2

Für das erste Kind

Ab Stufe 3

Für jedes weitere KInd

Familienzuschlag

5,11 Euro (A 2 – A 5)

25,56 Euro (A 2 – A 3)

20,45 Euro (A 4)

15,34 Euro (A 5)

Familienzuschlag

2. Kind

Ab dem 3. Kind

Alle Besoldungsgruppen

113,78 €

352,71 €

 

Anrechnungsbetrag nach § 43 Abs. 2 Satz 1

Familienzuschlag

Anrechnungsbetrag

Besoldungsgruppen A 2 und A 8

117,72 €

Besoldungsgruppen A 9 und A 12

124,98 €

Beihilfe

Beihilfe wird für alle Beamte gewährt, die beihilfeberechtigt sind. Dazu gehören auch Beamte, die eine Beurlaubung ohne Dienstbezüge inne haben und die in ihrer Beurlaubung einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen (maximal 15 Jahre). Ebenso beihilfeberechtigt sind Beamte, die eine Altersbeurlaubung erhalten. Diese ist ab 60 Jahren möglich und auf unbezahlter Basis. Voraussetzung hierbei ist, dass der Dienstherr den Beamten in eine Altersbeurlaubung entlässt, wenn ein Personalüberhang besteht und / oder eine Planstelle nicht verfügbar ist. Für die Bearbeitung von Beihilfeanträgen ist folgendes Amt zuständig:

Finanzverwaltungsamt Schleswig-Holstein
Speckenbeker Weg 133
24113 Kiel

Telefon: 0431 6487-0
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nachweis durch Belege

Für die Beihilfeberechnung wird um die Einreichung von deutlich lesbaren Kopien oder Zweitschriften gebeten. Belege im Original sind nur in Ausnahmefällen erbeten und nur dann, wenn dies deutlich vorgeschrieben ist. Ein Beispiel hierfür ist der Todesfall. Eine Zurücksendung der Belege ist nur bei einer teilweisen Erstattung des beantragten Wertes möglich. Für eine Gewährung der Beihilfe muss eine Mindestsumme der geltend gemachten Aufwendungen von mindestens 100 Euro vorliegen.

Landesverordnungen Schleswig-Holstein

Dieses sind im Wesentlichen folgende Landesverordnungen sowie einige noch nach früherem Bundesrecht erlassene Verordnungen, die in Landesrecht übergeleitet wurden:

  • Mehrarbeitsvergütungsverordnungvom 8.6.2010 (GVOBl.Schl.-H.S. 483), zuletzt geä. durch Bek. Vom 4.2.2016 (GVOBl. Schl.-H.S. 88)
  • Erschwerniszulagenverordnung vom 3. 12.2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 544), zuletzt geä. durch Art. 10 des Gesetzes vom 16.12.2016 (GVOBl. Schl.-H. S. 500)
  • Leistungsstufenverordnung vom 11.11.2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 597), zuletzt geä. durch VO vom 30.11.2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 535)
  • Leistungsprämienverordnung vom 11.11.2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 596), zuletzt geä. durch VO vom 30.11.2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 535)
  • Vollstreckungsvergütungsverordnung vom 1.6.2003 ( BGBl. I, S. 8), zuletzt geä. durch VO vom 30.11.2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 535)
  • Stellenobergrenzenverordnung vom 8. 1.2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 11)
  • Altersteilzeitzuschlagsverordnung in der Fassung vom 23.8.2001 (BGBL. I. S. 1798) zuletzt geä durch VO vom 30.11.2013 (GVOBl. Schl.-H. S. 535)
  • Kommunalstellenobergenzenverordnung vom 13.12.2005 (GVOBl. Schl.-H. S. 560)
  • Kommunalbesoldungsverordnung vom 24.4. 2012 (GVOBl. Schl.-H.S. 489)