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Besoldungserhöhung für Beamte in Hamburg 2017 geplant

Gemäß der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) soll es eine Besoldungserhöhung auch für Beamte in Hamburg geben. Nachdem das Tarifergebnis aus dem öffentlichen Dienst bekannt wurde, bat die GEW um ein Statement des Ersten Bürgermeisters der Stadt Hamburg, in welchem er bekräftigen sollte, dass das Tarifergebnis aus dem öffentlichen Dienst auch zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden wird. Olaf Scholz erklärte im Jahr 2011 öffentlich, dass er die Tarifergebnisse aus dem öffentlichen Dienst 1:1 auf die Besoldung und Versorgung der Beamten übertragen wird. Im Rahmen des Statements 2017 wiederholte er nochmals seine damalige Aussage.

Demnach wird die Besoldung augenscheinlich rückwirkend zum 01. Januar 2017 um 2,0 Prozent und zum 01. Januar 2018 um 2,35 Prozent abzüglich der 0,2 Prozent Versorgungsrücklage angehoben werden.

Allerdings ist bis heute noch aufgrund der Komplexität des Tarifabschlusses ungeklärt, wie Hamburg die Tarifergebnisse auf die Beamten übertragen will. Ein entsprechender erster Entwurf soll nach der Sommerpause verabschiedet werden. Demnach wird es wohl vor Oktober 2017 zu keiner Besoldungsanhebung und Übertragung des Tarifergebnisses kommen.

Besoldungstabellen Hamburg 2014

Link Hamburg (Neuverbeamtung) (gültig ab 01.01.2014)
Link Hamburg (Überleitung) (gültig ab 01.01.2014)

Link Familienzuschlag Hamburg (Neuverbeamtung)
Link Familienzuschlag Hamburg (Überleitung)

 Aktuelle Besoldungstabellen der Länder für das Jahr 2014

 

Bildquelle: © Sven Knie - Fotolia.com

Besoldung

Die Besoldung in Hamburg giedert sich in bestimmte Komponenten. Somit kann sich die Beamtenbesoldung aus folgenden Dienstbezügen zusammensetzen:

  • das Grundgehalt
  • bestimmte Leistungsbezüge für Professoren, Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen
  • der Familienzuschlag
  • diverse Zulagen
  • sonstige Vergütungen
  • in bestimmten Fällen eine Auslandsbesoldung

Zudem gehören zur Beamtenbesoldung auch folgende Bezüge:

  • Anwärterbezüge
  • jährliche Sonderzahlungen (beispielsweise Weihnachtsgeld)
  • vermögenswirksame Leistungen
  • Besoldung nach Leistung
  • diverse Zuschläge
  • bestimmte Zuwendungen

Das Grundgehalt

Das Grundgehalt richtet sich nach Stufen, sofern keine anderweitigen festen Bezüge vereinbart worden sind. Ein Aufstieg zu der nächsthöheren Stufe erfolgt nach Erfahrungszeiten, die der Beamte im Laufe einer bestimmten Zeit im aktiven Dienst sammelt.

Grundsätzlich wird ein Beamter mit der ersten Ernennung zum Beamten in die Stufe 1 seines Grundgehalts eingruppiert. Damit beginnt er, Erfahrungszeiten zu sammeln. Sollte er bereits Erfahrungszeiten gesammelt haben, so kann er diese gemäß § 28 anerkennen lassen. Die Festsetzung der jeweiligen Stufe wird den Beamten in Hamburg in schriftlicher Form mitgeteilt.

Nach einer bestimmten Zeitspanne erfolgt dann eine Höhergruppierung in die nächsthöhere Stufe.

Folgende Erfahrungszeiten ermöglichen eine Höhergruppierung:

Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Bei Ernennung Nach drei Jahren in Stufe 1 Nach zwei Jahren in Stufe 2 Nach drei Jahren in Stufe 3
Stufe 5 Stufe 6 Stufe 7 Stufe 8
Nach vier Jahren in Stufe 4 Nach vier Jahren in Stufe 5 Nach sechs Jahren in Stufe 6 Nach sechs Jahren in Stufe 7

Dienstzeiten, in denen keine Dienstbezüge aufgrund fehlendes Anspruchs gezahlt wurden, sind bei der Anrechnung an den Erfahrungszeiten ausgenommen. Ausgenommen hiervon sind Zeiten gemäß § 28 Absatz 2, die auf volle Monate abzurunden sind.

Einstiegsämter

Folgende Einstiegsämter werden folgenden Besoldungsgruppen zugewiesen:

Laufbahngruppe 1 Laufbahngruppe 2

Besoldungsgruppe A 4 (erstes Einstiegsamt)

Besoldungsgruppe A 6 (zweites Einstiegsamt)

Besoldungsgruppe A 9 (erstes Einstiegsamt)

Besoldungsgruppe A 13 (zweites Einstiegsamt)

Beförderungsämter

Sofern das Amt einer niedrigeren Besoldungsgruppe in ihrer Funktion und dessen Wertigkeit stark abweicht, kann ein Beförderungsamt eingerichtet werden.

Anwärtergrundbetrag

Beamtenanwärter erhalten einen Anwärtergrundbetrag gemäß der aktuellen Besoldungstabelle.

Folgende Werte sind ab 01. Januar 2014 gültig:

Besoldungsgruppe / Eingangsamt Grundbetrag

 

A 4

A 5 – A 8

A 9 – A 11

A 12

A 13

A 13 + Zulage oder R 1

 

919,10 Euro

1.038,18 Euro

1091,40 Euro

1229,25 Euro

1260,60 Euro

1295,04 Euro

Einmalige Zuwendung bei Amtsübertritt

Dienstunfähige Beamte im Polizeivollzugsdienst und Feuerwehrdienst erhalten eine einmalige Zuwendung, wenn sie vor ihrem 58. Lebensjahr die Laufbahn wechseln und in einer anderen Laufbahn tätig werden. Die einmalige Zuwendung wird ihnen neben ihren bisherigen Dienstbezügen nach Absatz 1 gewährt.

Die einmalige Zuwendung beträgt vor Vollendung:

1. des 55. Lebensjahres 3.580 Euro
2 des 56. Lebensjahres 2.560 Euro
3. des 57. Lebensjahres 2.050 Euro
4. des 58. Lebensjahres 1.540 Euro