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Besoldung der bayerischen Beamtinnen und Beamten

Das Landesamt für Finanzen Bayern ist in verschiedenen Aufgabenbereichen der Finanzverwaltung zuständig, die nicht von dem Bayerischen Landesamt für Steuern bearbeitet werden. Zu den Aufgaben für die Landesbeamten gehören unter anderem:

  • die Festsetzung der Besoldung für Beamte und Versorgungsempfänger
  • die Anordnung der Beamtenbesoldung für Beamte
  • die Abrechnung der Besoldung für die Landesbeamten und Versorgungsempfänger
  • Angelegenheiten in der Beihilfe
  • Kindergeldzahlungen
  • Dienstunfallfürsorge und Sachschadenersatz
  • Wohnungsfürsorge
  • Bearbeitung von Angelegenheiten von Reisekosten, Trennungsgeld und Umzugskostenvergütung

Leistungen für Beamte

Das Landesamt für Finanzen Bayern zahlt folgende Leistungen für Beamtinnen und Beamte:

  • Grundgehaltssätze der Besoldung A, B, W, C, R
  • Anwärtergrundbeträge
  • Familienzuschlag
  • Strukturzulage, Amtszulage und Zulagen für besondere Berufsgruppen
  • Sonstige Zulagen
  • Mehrarbeitsvergütungssätze
  • Auslandsbesoldung

Besoldung und Besoldungstabellen

Beamte in Bayern erhalten gemäß ihrer Eingruppierung und Laufbahn eine entsprechende Besoldung, die sich an Besoldungstabellen orientiert. Diese wird in unterschiedlichen zeitlichen Intervallen in der Höhe angepasst.

Besoldungstabellen Bayern 2017

Bayern - Besoldungstabelle (gültig ab 01.01.2017)

Aktuelle Besoldungstabellen der Länder

 Beamtenbesoldung Rechner

 News & Aktuelles

Bildquelle: © Sven Knie - Fotolia.com

 

Besoldung Anwärter

Besoldung in €

AW A 3

1004.33

AW A 4

1004.33

AW A 5

1124.93

AW A 6

1124.93

AW A 7

1124.93

AW A 8

1124.93

AW A 9

1178.85

AW A 10

1178.85

AW A 11

1178.85

AW A 12

1318.44

AW A 13

1350.21

AW A 13Z

1385.08

AW R 1

1385.08

AW A 3

1004.33

 

Familienzuschlag

Familienzuschlag Ehegatte

Stufe 1

Stufe 2

Besoldungsgruppen A 3 bis A 8

125,40 Euro - brutto

237,99 Euro - brutto

übrige Besoldungsgruppen

131,66 Euro - brutto

244,25 Euro - brutto

 

Pro Monat/in Euro

Stufe 2

Für das erste Kind

Ab Stufe 3

Für jedes weitere KInd

Familienzuschlag

5,45 Euro (A 3 – A 5)

27,23 Euro (A 3)

21,79 Euro (A 4)

16,34 Euro (A 5)

 

 

Familienzuschlag

2. Kind

Ab dem 3. Kind

Alle Besoldungsgruppen

112,59 €

348,96 €

 

Anrechnungsbeträge Art. 35 Abs. 2

 

In den Besoldungsgruppen A 3 bis A 8

116,50 €

In den Besoldungsgruppen A 9 bis A 12

123,69 €

 

Lehrerfunktionszulage

Fachoberlehrer der Besoldungsgruppe A 11

54,47 €

Fachbetreuer an einer beruflichen Schule

54,47 €

Rentraler Fachberater an städtischen Realschulen in München

54,47 €

Zweite Realschulkonrektoren

81,70 

Leiter eines Seminars für die Lehrerausbildung an Förderschulen

81,70 

Studienräte im Förderschuldienst

81,70 

Leiter eines Schülerheims

54,47 €

Fachberater für Hörgeschädigte im Gesundheitsamt

54,47 €

Studienräte, Oberstudienräte

54,47 €

Landesbeauftragter für Computerunterricht

81,70 

Seminarlehrer an beruflichen Schulen

81,70 

Seminarlehrer an Gymnasien

81,70 

Medienpädagogisch-informationstechnischer Berater beim Ministerialbeauftragten

81,70 

Medienpädagogisch-informationstechnischer Berater an beruflichen Schulen

81,70 

Studiendirektoren

81,70 

 

Beihilfe

Die Beihilfe erhöht sich ab dem 01.01.2017 von 50 v.H. auf 70 v.H. für alle Beamte, die in Elternzeit sind und
1.    Nicht alleinerziehend sind
2.    Nicht kostenfrei beim Ehegatten familienversichert sind
3.    Nur ein berücksichtigungsfähiges Kind haben

Die Beihife für alleinerziehende Beamte beträgt 70 v.H.

Besoldungsgruppe

Familienzuschläge

Beihilfeberechtigte im aktiven Dienst

50 %

Beihilfeberechtigte im aktiven Dienst mit zwei oder mehr Kindern

70 %

Beihilfeberechtigte im Ruhestand (Versorgungsempfänger)

70 %

berücksichtigungsfähige Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner

70 %

berücksichtigungsfähige Kinder sowie beihilfeberechtigte Waisen

80 %

Allgemeine Zuständigkeit der Dienststellen für Beamte

Region

Dienststelle

Mittelfranken  

Würzburg

Niederbayern

Landshut

Oberfranken

Würzburg

Oberbayern

Landshut

Oberpfalz

Augsburg

Schwaben

Augsburg

Unterfranken

Würzburg

Außerhalb Bayerns

Landshut

Zuständigkeit für Beamte der Polizei

Region

Dienststelle

Mittelfranken  

Würzburg

Niederbayern

Landshut

Oberfranken

Würzburg

Oberbayern

Landshut

Oberpfalz

Augsburg

Schwaben

Augsburg

Unterfranken

Würzburg

Außerhalb Bayerns

Landshut

Zuständigkeit für Beamtenanwärter der Steuerverwaltung

Region

Dienststelle

Mittelfranken  

Würzburg

Niederbayern

Würzburg

Oberfranken

Würzburg

Oberbayern

Würzburg

Oberpfalz

Würzburg

Schwaben

Würzburg

Unterfranken

Würzburg

Außerhalb Bayerns

Würzburg

Sonstige Sonderzuständigkeiten

Region

Dienststelle

Bayerische Staatsregierung

Würzburg

Bayerisches Landesamt für Steuern

Würzburg

Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz

Würzburg

Finanzämter

Würzburg

Justizverwaltung

Würzburg

Versorgungsauskunft

Beamte in Bayern können eine Versorgungsauskunft vom Landesamt für Finanzen erhalten. Dabei unterscheidet das Landesamt für Finanzen Bayern zwei Arten der Auskunft: 1. die verkürzte Versorgungsauskunft und 2. die umfassende Versorgungsauskunft.

  • Verkürzte Versorgungsauskunft

Eine verkürzte Versorgungsauskunft, die schriftlich erfolgt, können sich Beamte und Richter auf Probe bzw. Lebenszeit erstellen lassen, wobei der voraussichtliche Ruhegehaltssatz bei Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze ermittelt wird. Alle Daten sind auf elektronischem Wege via eines Formulars an die zuständige Bezügestelle  zu übertragen.

Folgende Angaben und Dokumente können für die Auskunft benötigt werden:

  • VIVA-Personalnummer (steht in der aktuellen Bezügemitteilung)
  • Vordienstzeitenentscheidung
  • Bewilligung von Teilzeitbeschäftigungen
  • Beurlaubungen ohne Bezüge
  • Wehr- oder Zivildienstzeitbescheinigung
  • E-Mail Adresse (optional)

Bei erfolgreicher Übertragung der geforderten Daten wird die verkürzte Versorgungsauskunft postalisch an die angegebene Adresse versandt. Bestimmte Voraussetzungen für eine verkürzte Versorgungsauskunft bestehen nicht.

  • Umfassende Versorgungsauskunft

Beamte und Richter des Freistaates Bayern können eine umfassende Versorgungsauskunft erhalten, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:

  • Vollendung des 55. Lebensjahres
  • Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit

Die umfassende Versorgungsauskunft enthält eine (fiktive) Festsetzung der Versorgungsbezüge mit Angabe des voraussichtlichen Bruttobetrages und eine Zusammenstellung der ruhegehaltfähigen Dienstzeiten. Keine Berücksichtigung finden Anrechnungsvorschriften sowie Kürzungs- und Ruhensvorschriften.

Wichtig:

Um eine umfassende Versorgungsauskunft erstellen zu können, muss das Landesamt für Finanzen in die Personalakte des jeweiligen Beamten oder Richters einsehen können. Dazu wird diese angefordert. Beamte, die nicht mit einer Einsicht einverstanden sind, sollten keine umfassende Versorgungsauskunft stellen. Zudem kann eine umfassende Versorgungsauskunft nicht mehrfach oder im Rahmen von Alternativberechnungen gestellt werden.

 

Wichtige Links:

Zuständige Landesbehörde zur Auszahlung der Dienstbezüge