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Für Beamte im Bund sind innerhalb der Arbeitszeitverordnung Regelungen getroffen worden, die eine Arbeitszeit flexibel gestalten lassen. Somit kann auf eine Kernarbeitszeit verzichtet und zudem 24 Gleittage pro Jahr eingeführt werden. In bestimmten Fällen und unter besonderen Voraussetzungen kann ein Bundesbeamter auch an einem Samstag den Dienst antreten. Eine sogenannte Telearbeit ist ebenso gestattet, bei der die Beamten von zu Hause aus an einen eigens dafür vorgesehenen Arbeitsrechner ihren Dienst wahrnehmen.

Im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung kann die Arbeitszeit bis zu 50 Prozent der regulären Arbeitszeit verringert werden. Wenn eine Betreuung einer pflegebedürftigen Person oder eines Kindes vorliegt, kann ebenso weniger als 50 Prozent gearbeitet werden.

In § 9 Absatz 1 der Arbeitszeitverordnung für Beamte im Bund ist die Sabbatregelung verankert, die eine besondere Form der Teilzeitbeschäftigung im Beamtentum darstellt. Bei dieser Form erfolgt ein Wechsel zwischen Arbeitsphasen und Freistellungsphasen. Insgesamt ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich, dass eine Freistellungsphase bis zu einem Jahr betragen kann. Grundvoraussetzung für eine Sabbatregelung ist, dass keine dienstlichen Gründe gegen ein derartiges Beschäftigungsmodell entgegenstehen.

Die Besoldung während einer Teilzeitbeschäftigung erfolgt entsprechend der verringerten Arbeitszeit. Bei einer Sabbatregelung erfolgt innerhalb der Arbeitszeitphase eine Vor- bzw. Nacharbeit der Stunden, die im Normalfall innerhalb der Freistellungsphase als Dienstzeit erfolgt wären.

Da nicht alle Maßnahmen für jede Dienststelle geeignet sind, sind innerhalb der Arbeitszeitverordnung mehrere Gestaltungsmöglichkeiten für verschiedene Aufgabenbereiche integriert. Die regelmäßige Arbeitszeit pro Woche beträgt 41 Stunden, für schwerbehinderte Beamte nur 40 Stunden.