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Allgemeines

Um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu gewährleisten, ist die Altersversorgung der Beamten ein wichtiger Faktor. Die Versorgung der Beamten ist ein eigenständiges System der sozialen Absicherung. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Beamtenversorgung das wichtigste System der Alterssicherung in Deutschland. Sie unterscheidet sich von den anderen Altersicherungssystemen hinsichtlich der Rechtsquellen, Aufgaben oder Ausgestaltung, seiner Leistungen sowie seiner Finanzierung. Für die Regelung der Versorgung der Landesbeamten und die Beamten der Kommunen liegt die Kompetenz bei den Ländern. Für die Regelung der Versorgung der Bundesbeamten liegt die Kompetenz hierbei beim Bund, wobei aus dem Grundgesetz in Artikel 33 Absatz 5 die Gewährleistungspflicht des Staates für die Beamtenversorgung abgeleitet wird.


Die drei Säulen der Alterssicherung

In Deutschland setzen sich die Systeme der Alterssicherung aus drei Systemen zusammen, die wie folgt wären: die Regelsicherung, die Zusatzsicherung und die privaten Vorsorge.

Die Regelsicherung ist die gesetzliche Rentenversicherung, welche das Auskommen der Grundsicherung im Alter ermöglichen soll. Die betriebliche Zusatzversicherung im öffentlichen Dienst wird durch die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder wahrgenommen. Die zusätzliche Alterssicherung der kommunalen Angestellten und Arbeiter werden durch 17 kommunale Versorgungseinrichtungen gesichert. An der privaten Vorsorge beteiligt sich der Staat beispielsweise mit Zulagen und Steuervorteilen am Aufbau eines Altersvermögens. Dazu gehören auch Produkte wie Kapitallebensversicherungen.

Die Beamtenversorgung

Die Beamtenversorgung gilt als eine Sonderstellung der deutschen Alterssicherung, weil sie zur Regelsicherung auch die Zusatzsicherung mit abdeckt.

Durch einen geringen einbehaltenen Gehaltsbestandteil der Besoldungs- und Versorgungsbezüge werden Versorgungsrücklagen der Beamten und Ruhestandsbeamten des Bundes gebildet. Für neu eingestellte Beamte des Bundes werden indes Versorgungsfonds gebildet. Dieser Fonds wird ebenfalls durch die Bundesbank verwaltet. Somit erfolgt eine Umstellung der Finanzierung auf eine Kapitaldeckung. Um dies zu erreichen, weist der entsprechende Dienstherr dem Versorgungsfonds regelmäßig einen bestimmten Satz der jeweiligen ruhegehaltfähigen Dienstbezüge zu. Es handelt sich dabei um die Kosten der Versorgung der Beamten in der Gegenwart, welche auch in der Gegenwart gebildet werden. 

Da die Bundesbahn und die Bundespost privatisiert wurden, hat sich die Finanzierung der Besoldung und der Versorgung der entsprechenden Beamten geändert und fällt nicht mehr in den staatlichen Bereich.