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Mit dem Altersteilzeitgesetz vom Jahre 1996 wurde auch die Altersteilzeit in Deutschland eingeführt. Für Beamte und Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst des Bundes gilt die Altersteilzeit ab dem Jahr 1998, welche gesetzlich sowie auch tarifvertraglich geregelt ist. Eine Altersteilzeit kann ab dem 60. Lebensjahr bewilligt werden, sofern diese im Rahmen einer festgelegten Restruktierung oder eines Stellenabbaus erfolgen soll. Außerhalb dieser Bereiche kann eine Altersteilzeit nur in geringfügigem Maße anhand eine gesonderten gesetzlichen Quote bewilligt werden.

Grundsätzlich können zwei Arten von Altersteilzeit gewählt werden. Zum einen kann ein Teilzeitmodell in Anspruch genommen werden, wobei hier Beamte und Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst eine regelmäßige Wochenarbeitszeit zu absolvieren haben. Im Gegensatz dazu kann ebenso das Blockmodell gewählt werden, bei dem nach einer Arbeitsphase eine Freistellungsphase folgt.

Die Besoldung bei Beamten innerhalb einer Altersteilzeitbeschäftigung erfolgt anteilig entsprechend ihrer geleisteten bzw. verminderten Arbeitszeit.

Zu ihrer Beamtenbesoldung erhalten sie zudem einen nicht ruhegehaltfähigen Zuschlag von 20 Prozent ihrer Dienstbezüge, was bei beiden Altersteilzeitmodellen Anwendung findet.

Seit dem Jahre 2011 sind die Voraussetzungen und rechtlichen Angelegenheiten bezüglich der Altersteilzeit für Beamte auf der Grundlage von § 93 Bundesbeamtengesetz (BBG) und die Beamtenaltersteilzeitverordnung (BATZV) neu geregelt. Damit wurde hinsichtlich der Altersteilzeit den Regelungen flexibler Arbeitszeiten für ältere Beschäftigte vom 27. Februar 2010 nachgezogen.

Eine Altersteilzeitbewilligung für Beamte kann noch auf Grundlage des aktuellen Altersteilzeitgesetzes im Beamtentum bis zum 31. Dezember 2016 erfolgen.


Siehe auch:

Altersteilzeit nach altem Recht

Altersteilzeitregelungen in Bund und Ländern  (Stand: April 2012)