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Im Tarifkonflikt zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeber anlässlich der Tarifrunde TVöD 2018 gibt es bisher keine Einigung. Eine Annäherung ist ebenfalls noch nicht in Sicht. Die ersten beiden Tarifverhandlungen Ende Februar und zuletzt Mitte März blieben ohne Ergebnis. Eine dritte Tarifverhandlung wurde für den 15. und 16. April in Potsdam angesetzt.
Betroffen sind rund 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD) sowie 344.000 Bundesbeamte und Beamtenanwärter, auf denen das Tarifergebnis übertragen werden soll.

Scharfe Kritik an die Arbeitgeber

„Kaum Perspektiven und jede Menge Ausreden“. „Wenn so die Wertschätzung der Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten aussieht, dann stehen wir heute zurecht hier. Die Leistung der Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst kommt der ganzen Gesellschaft zu Gute, und das kostet etwas.“, teilte Volker Geyer, dbb Tarifchef am 14. März 2018 in Rostock im Rahmen eienr Demo mit. Auch die immernoch bestehenden Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschland werden weiterhin kritisiert. „Die Angleichung der Jahressonderzahlung bei den Kommunen im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West ist eine unserer Forderungen, die umgesetzt werden muss.“, so der dbb Landeschef Dietmar Knecht.

Gewerkschaften fordern 6 % mehr Lohn und Besoldung

Insgesamt fordern die Gewerkschaften und auch der Beamtenbund für die Bundesbeamten eine Anhebung der Beamtenbesoldung in Höhe von 6 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr pro Monat. Die dbb Jugend fordert für die Auszubildenden und Anwärter mindestens 100 Euro mehr pro Monat sowie einen Urlaubstag mehr pro Kalenderjahr.

Anhebung der Beamtenbesoldung mehr als wahrscheinlich

Inwiefern sich die Forderungen umsetzen lassen, wird sich spätestens im April zeigen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber Abstriche von ihren Forderungen machen müssen, um einen adäquaten Tarifabschluss erzielen zu können. Wahrscheinlich werden nicht 6 Prozent mehr Lohn herauskommen, jedoch wird sich das Entgelt bzw. die Besoldung mit Sicherheit erhöhen. In welcher Höhe hängt jedoch ganz davon ab, wie weit sich die Arbeitgeber auf die Forderungen der Gewerkschaften einlassen können.

 

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Quelle: dbb.de