Die Besoldung von Beamten in den Länder ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Grundlage über die Festlegung der Besoldung ist das Bundesbesoldungsgesetz für Bundesbeamte und das jeweilige Landesbesoldungsgesetz für Landesbeamte sowie das Beamtenrecht im Allgemeinen für alle Beamten und Pensionäre. Die Besoldung bestimmt sich nach der Laufbahn, der Qualifikation und der Erfahrung des Beamten. Ein Besoldungsrechner kann helfen, einen Überblick über die Bezüge und Abzüge zu erhalten.
Besoldungsrechner
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- Besoldungsrechner Bund und Länder 2025
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Was ist ein Besoldungsrechner?
Ein Besoldungsrechner ist ein Online-Tool zur Berechnung der Beamtenbesoldung nach dem Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) oder den jeweiligen Landesbesoldungsgesetzen. Er berücksichtigt unter anderem:
- Besoldungsgruppe (z. B. A, B, R, W)
- Erfahrungsstufe
- Familienzuschläge
- Steuerklasse
- Krankenversicherung (PKV / Beihilfe)
- Bundesland oder Bund
Damit erhalten Beamte innerhalb weniger Sekunden eine realistische Einschätzung ihres Nettoeinkommens.
Vorteile eines Besoldungsrechners
1. Schnelle Berechnung von Brutto- und Nettogehalt
Ein Besoldungsrechner liefert sofort einen Überblick über:
- Grundgehalt
- Familienzuschlag
- Zulagen
- Steuerabzüge
Das spart Zeit und ersetzt das manuelle Rechnen mit Besoldungstabellen.
2. Transparenz bei der Beamtenbesoldung
Gerade im öffentlichen Dienst ist es wichtig zu verstehen, wie sich die Besoldung zusammensetzt. Ein Rechner kann Folgendes zeigen:
- Welche Bestandteile das Grundgehalt beeinflussen
- Wie stark sich Steuerklasse oder Kinder auf die Nettobesoldung auswirken
- Welche Unterschiede zwischen Bund und Ländern bestehen
3. Finanzielle Planungssicherheit
Ein Besoldungsrechner kann unterstützend sein bei:
- Haushaltsplanung
- Immobilien- oder Kreditentscheidungen
- Rücklagenbildung
- langfristiger Einkommensplanung
Besonders für Beamte mit Familien kann diese Transparenz entscheidend sein.
4. Beförderungen und Karriereschritte simulieren
In der Verwaltung sind Beförderungen häufig an Besoldungsgruppen gebunden. Ein Rechner kann helfen zu prüfen:
- Wie groß ist der Unterschied zwischen A10 und A11?
- Lohnt sich der Aufstieg von A12 auf A13?
- Welche Entwicklung ergibt sich durch Erfahrungsstufen?
So lassen sich Karriereentscheidungen besser treffen.
5. Bundes- und Landesbesoldung vergleichen
Die Besoldung unterscheidet sich je nach Dienstherr. Beispielsweise kann die Besoldung im Bund von der eines Landes abweichen – etwa bei Behörden wie dem Bundesministerium des Innern.
Ein Besoldungsrechner kann unter anderem folgende Aspekte zeigen:
- Vergleich verschiedener Bundesländer
- Prüfung eines Behördenwechsels
- Bewertung finanzieller Auswirkungen eines Standortwechsels
Für welche Berufsgruppen ist ein Besoldungsrechner besonders hilfreich?
Verwaltung (Bund, Land, Kommune)
Beamte in Ministerien, Landesbehörden oder Kommunen - Typische Laufbahnen:
- Mittlerer Dienst (A6–A9)
- Gehobener Dienst (A9–A13)
- Höherer Dienst (A13–A16)
Ein Rechner zeigt, wie sich ein Laufbahnaufstieg finanziell auswirkt.
Polizei & Zoll
Zum Beispiel bei der Bundespolizei oder beim Zoll kann ein Besoldungsrechner besonders hilfreich sein.
Hier sind oft zusätzlich relevant:
- Schichtzulagen
- Gefahrenzulagen
- Beförderungen innerhalb der Laufbahngruppen
Lehrerinnen und Lehrer
Lehrkräfte (häufig A12 oder A13) können mit dem Besoldungsrechner besonders folgende Aspekte vergleichen:
- Unterschiede zwischen Bundesländern
- Auswirkungen von Familienzuschlägen
- Entwicklung nach Verbeamtung auf Lebenszeit
Richter und Staatsanwälte
In der R-Besoldung (R1, R2 etc.) kann ein Rechner beispielsweise bei folgenden Situationen helfen:
- Transparenz über Erfahrungsstufen
- Langfristiger Einkommensplanung
- Vergleich zwischen Standorten
Professoren und Hochschullehrer
Ein Rechner kann beispielsweise für Professoren und Hochschullehrer an Universitäten wie der Ludwig-Maximilians-Universität München hilfreich sein. Hier spielt die W-Besoldung (W1, W2, W3) eine Rolle – inklusive möglicher Leistungsbezüge.
Warum ein Besoldungsrechner für die Verwaltung besonders wichtig ist
Gerade in der öffentlichen Verwaltung stehen häufig folgende Entscheidungen an:
- Bewerbung auf höher bewertete Stellen
- Wechsel zwischen Bund und Land
- Familienplanung
- Teilzeitmodelle
- Laufbahnwechsel
Ein Besoldungsrechner kann die notwendige Datengrundlage für eine sichere und langfristige Entscheidung liefern.
Was ermitteln Besoldungsrechner? Funktionen, Eingaben & Berechnungsgrundlagen
Ein Besoldungsrechner für Beamte dient der präzisen Berechnung der Beamtenbesoldung – differenziert nach Bund oder jeweiligem Bundesland. Er ermöglicht eine transparente Ermittlung von Brutto- und Nettogehalt unter Berücksichtigung individueller Faktoren wie Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe und Familienstand.
Im Folgenden erfahren Sie, welche Daten ein Besoldungsrechner verarbeitet und welche Bestandteile der Beamtenbesoldung berücksichtigt werden.
1. Welche Angaben sind für die Berechnung erforderlich?
Damit ein Besoldungsrechner für Landesbeamte oder Bundesbeamte korrekt kalkulieren kann, sind in der Regel folgende Eingaben notwendig:
- Besoldungsgruppe (z. B. A9, A12, A13)
- Erfahrungsstufe
- Arbeitszeitmodell (Vollzeit oder Teilzeit)
- Steuerklasse
- Anzahl der Kinder
- Krankenversicherung (z. B. PKV mit Beihilfe)
- Bund oder Bundesland
Auf Grundlage dieser Daten berechnet der Rechner das individuelle Brutto- und Nettogehalt nach aktueller Besoldungstabelle.
Gerade für Landesbeamte ist die Auswahl des korrekten Bundeslandes entscheidend, da sich die Besoldungstabellen unterscheiden können.
2. Sonderzahlungen und Zuschläge gesondert eingeben
Ein wichtiger Punkt bei der Nutzung eines Besoldungsrechners: Sonderzahlungen und zusätzliche Zulagen werden häufig nicht automatisch berücksichtigt.
Dazu zählen beispielsweise:
- Sonderzahlungen (ehemals Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld)
- Amtszulagen
- Stellenzulagen
- Erschwerniszulagen
- individuelle Leistungsbezüge
Diese Beträge müssen in der Regel manuell in ein vorgesehenes Feld eingetragen werden.
Familienzuschlag wird meist automatisch berücksichtigt
Der Familienzuschlag ist dagegen häufig bereits in die Berechnung integriert, da er ein fester Bestandteil der Beamtenbesoldung sein kann – abhängig von Familienstand und Kinderzahl.
3. Wie setzt sich die Beamtenbesoldung zusammen?
Die Besoldung von Beamten besteht grundsätzlich aus mehreren Komponenten:
1. Grundgehalt
Das Grundgehalt bildet die Basis der Besoldung. Es hängt ab von:
- Besoldungsgruppe
- Erfahrungsstufe
- Besoldungsordnung
Je nach Qualifikation, Laufbahn und beruflicher Erfahrung erfolgt die Eingruppierung in eine entsprechende Besoldungsordnung (z. B. A-, B-, R- oder W-Besoldung).
2. Familienzuschlag
Der Familienzuschlag richtet sich nach:
- Familienstand
- Anzahl der Kinder
Er ist ein fester Bestandteil der Besoldung und wird in vielen Besoldungsrechnern automatisch berücksichtigt.
3. Zulagen und Zuschläge
Je nach Tätigkeit können zusätzliche Bezüge anfallen, etwa:
- Funktionszulagen
- Erschwerniszulagen
- Amtszulagen
- Leistungsbezüge
Diese müssen häufig separat angegeben werden, um ein realistisches Nettoergebnis zu erhalten.
4. Warum ist die korrekte Einstellung von Besoldungsgruppe und Zuschlägen wichtig?
Eine fehlerhafte Auswahl der Besoldungsgruppe oder das Vergessen von Zulagen kann das Ergebnis erheblich verfälschen.
Für eine realistische Berechnung sollten daher:
- Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe korrekt gewählt
- Teilzeitfaktoren berücksichtigt
- Sonderzahlungen manuell ergänzt
- Steuer- und Familiendaten aktuell eingegeben
werden.
Nur so liefert der Besoldungsrechner für Beamte eine verlässliche Grundlage für:
- Gehaltsvergleiche
- Beförderungsentscheidungen
- Stellenwechsel
- Finanzplanung
Fazit: Was berechnet ein Besoldungsrechner konkret?
Ein Besoldungsrechner ermittelt das individuelle Beamtengehalt auf Basis von:
- Besoldungsgruppe und Stufe
- Arbeitszeitmodell
- Familienzuschlag
- Steuerdaten
- Krankenversicherung
- optionalen Zulagen und Sonderzahlungen
Ein Besoldungsrechner für Beamte kann folgende Aspekte bieten:
- Schnelle und präzise Gehaltsberechnung
- Transparenz bei Besoldungsgruppen und Erfahrungsstufen
- Vergleichsmöglichkeiten zwischen Bund und Ländern
- Unterstützung bei Beförderungen und Stellenwechseln
- Planungssicherheit für Familie und Zukunft
Damit kann er ein unverzichtbares Tool für alle Beamten im öffentlichen Dienst sein, die ihre Karriere strategisch und finanziell durchdacht gestalten möchten.
