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Beamte in Sachsen und Bayern verdienen in den Besoldungsgruppen A7, A9 und A13 mehr als ihre Kollegen in anderen Bundesländern, bei gleicher Arbeit und gleicher Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche. Saarland und Berlin zahlen ihren Beamten hingegen die geringste Beamtenbesoldung. Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt liegen im oberen Bereich, wie aus dem jüngsten Besoldungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervorgeht. Insgesamt sind in Deutschland nach Gewerkschaftsangaben 1,84 Millionen Beamte tätig.

Tabelle: Brutto-Netto-Besoldung einzener Bundesländer 2018 in A13 im Vergleich zur Bundesbesoldung

Angaben sind Jahreswerte, in der Endstufe, bestehend aus Grundgehalt, Struktur- oder Stellenzulage und Sonderzahlungen; Nettowerte sind ungefähre Werte zur Einfachheit resultierend aus einer PKV mit 250 € Selbstbeteiligung, kinderlos, 25 Jahre alt, nicht in der Kirche.

Legende:

Rot = mehr als 2.000 € unter Bundesbesoldung Orange = ab 1.000 bis 1.999 € unter Bundesbesoldung

Blau = 0 bis 999 € unter Bundesbesoldung Grün = Besoldung liegt über der Bundesbesoldung

 Bundesland  Bruttobesoldung  Nettobesoldung  Brutto-Differenz zu Bund
 Bund  62.533,35 €  50.238,40 € -
 Baden-Württemberg  61.702,95 €  49.675,42 €  - 830,40 €
 Bayern  65.494,87 €  52.230,88 €  + 2.961,52 €
 Nordrhein-Westfalen  60.693,31 €  48.989,04 €  - 1.840,04 €
 Berlin  59.868,47 €  48.427,92 €  - 2.664,88 €
 Brandenburg  61.531,56 €  49.559,20 €  - 1.001,79 €
 Thüringen  62.371,92 €  50.129,08 €  - 161,43 €
 Sachsen  64.077,60 €  51.280,20 €  +1.544,25 €
 Hessen  60.705,02 €  48.999,12 €  - 1.828,33 €
 Bremen  60.462,90 €  48.832,08 €  - 2.070,45 €
 Rheinland-Pfalz  60.475,68 €  48.840,76 €  - 2.057,67 €
 Mecklenburg-Vorpommern  62.121,90 €  49.959,36 €  - 411,45 €
 Schleswig-Holstein  59.846,28 €  48.412,28 €  - 2.687,07 €
 Saarland  59.780,72 €  48.367,28 €  - 2.752,63 €
 Sachsen-Anhalt  62.466,28 €  50.192,40 €  - 67,07 €
 Niedersachsen  61.472,21 €  49.519,16 €  - 1.061,14 €
 Hamburg  61.682,28 €  49.661,60 €  - 851,07 €

 Quelle der Bruttojahreswerte: DGB

Anhebung der Beamtenbesoldung für den Bund

Sollte das Tarifergebnis aus dem öffentlichen Dienst vom 17.04.2018 auf die Bundesbeamten übertragen werden, so würde sich eine Steigerung der Beamtenbesoldung um etwa 7,5 % ergeben. Zum 01. März 2018 würde sich die Besoldung um 3,19 Prozent erhöhen, allerdings würden davon 0,2 Prozentpunkte als Versorgungsrücklage abgezogen werden. Die Beamtenbesoldung würde demnach um 2,99 Prozent steigen. Zum 01.04.2019 würde sich erneut die Besoldung erhöhen. Dieses Mal um 3,09 Prozent. Eine dritte Steigerung würde dann zum 01.03.2020 um 1,06 Prozentpunkte erwartet werden.

Grafik: Anhebung der Beamtenbesoldung 2018, 2019 und 2020

Anhebung der Beamtenbesoldung für den Bund 2018

Besoldungsunterschiede zwischen den Bundesländern erheblich

Zwischen den einzelnen Länder kommt es zu erheblichen Unterschieden in der Besoldung. Vor allem Bayern und Sachsen liegen vorn. Schlusslichter bilden Berlin und das Saarland. Mitteldeutschland liegt hingegen im oberen bis mittleren Bereich.

Grafik: Besoldungsvergleich zwischen den einzelnen Bundesländern 2018

Dabei wurde gemäß dem DGB-Besoldungsreport die Bruttobesoldung pro Jahr im Vergleich zwischen A7, A9 und A13 unter Berücksichtigung der Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche herangezogen.

Besoldungsvergleich NRW, Saarland, Bayern, Hamburg Besoldungsvergleich Sachsen, Hessen, Thüringen, Bremen
Besoldungsvergleich Länder 2018 NRW Besoldungsvergleich Länder 2018 Hessen
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Besoldungsvergleich BW, Sachsen-Anhalt, SH, MV Besoldungsvergleich RP, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen
Besoldungsvergleich Länder 2018 Sachsen-Anhalt Besoldungsvergleich Länder Berlin 2018

 

Weiterführende Informationen:

Aktuelle Besoldungstabellen von Bund und Länder 2018 und 2019