Die wöchentlichen Arbeitsstunden für Beamte in Baden-Württemberg liegen derzeit bei 41 Stunden. Die SPD fordert nun eine Senkung der Wochenarbeitszeit, damit das Land künftig attraktiver für Jungbeamte wird. Zudem sollen die bereits aktiven Landesbeamten entlastet werden. Die Regierung hält sich jedoch noch zurück, den Vorschlag umzusetzen.

Arbeitszeit soll auf 40 Stunden pro Woche gesenkt werden

Gemäß der Gewerkschaft ver.di und der SPD sollen die Landesbeamten wöchentlich statt 41 Stunden wieder 40 Arbeitsstunden leisten, wie vor dem 01.09.2003, als diese bis dahin galt. Am 01.09.2003 wurde die 41-Stunden-Woche im Land eingeführt und hat bis heute Bestand.

Die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche soll nun die Attraktivität des Beamtentums in Baden-Württemberg wieder steigern. Zudem sei es wichtig, den Beamten mehr Erholung und Freizeit zu gönnen, um eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu schaffen.

Mehrkosten in Höhe von bis zu 180 Millionen Euro pro Jahr erwartet

Eine Senkung der Wochenarbeitszeit würde den Haushalt um etwa 180 Millionen Euro pro Jahr mehr belasten. Dies würde jedoch, angesichts der guten Haushaltslage, finanziell machbar sein, wie der Landtagsfraktionschef Andreas Stoch mitteilte. Allerdings seien die Berechnungen ohne Lehrer angefertigt worden. Lediglich die Landesministerien und ihre nachgeordneten Behörden und Landesbetriebe wurden in den Kalkulationen einbezogen. Dies bedeutet, dass sich die Mehrausgaben mit Einbezug der Lehrer auf bis zu 427 Millionen Euro pro Jahr steigern können. Insgesamt sind in Baden-Württemberg gemäß dem Statistischen Bundesamt rund 200.000 Beamte tätig.

 

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de