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Lehrer in Thüringen sollen, wenn es nach Bildungsressortchef Christoph Matschie (SPD) geht, ab August 2013 wieder verbeamtet werden. Eine Verbeamtung soll in allen Schularten stattfinden. Auch bereits angestellte Lehrer können zum Beamten berufen werden.

Berechnungen zufolge, seien nur acht Prozent der Lehrer in Thüringen unter 40 Jahre. Junglehrer fehlen, trotz eines bestehenden Personalüberhangs. Um attraktiver für angehende und junge Lehrer zu werden, fordert Matschie nun erneut die Einführung des Beamtentums.

Neben Thüringen wird auch in den Bundesländern Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen nicht verbeamtet. Ein Grund für die fehlenden Verbeamtung in Thüringen ist die Tatsache, dass hunderte Beamte in Teilzeit eine Vollbeschäftigung  gerichtlich durchgesetzt hatten. Somit kam es zu einem Aussetzen der Verbeamtung der letzten fünf Jahre.

Eine mögliche Verbeamtung von Lehrern ist nur ein Eckpunkt eines Maßnahmekatalogs zur Deckung des Personalbedarfs an Thüringer Schulen.

Insgesamt hatte Matschie für das Jahr 2012 280 Stellen für Lehrer und 70 Stellen für Erzieher durchgesetzt. Für das Jahr 2013 und die Folgejahre plant er weitere 400 Besetzungen im schulischen Bereich.

Derzeit fallen in Thüringen Unterrichtsstunden wegen langfristigen Erkrankungen von Lehrern aus. Ersatz ist kaum bis gar nicht vorhanden und lässt sich nur sehr schwer finden. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, wurde vorgeschlagen, Referendare als Springer einzusetzen. Diese könnten dann Honorarverträge erhalten. Zudem könnten neue Angebote zum vorzeitigen Ausscheiden für ältere Lehrer eingeführt werden, um Platz für Junglehrer zu schaffen. Somit würde gleichzeitig ein Demographiewandel stattfinden.

Quelle: otz.de