1 1 1 1 1 Rating 3.59 (80 Votes)

Am 29. April 2016 teilte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizìere der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit, dass er sich für die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses aus dem öffentlichen Dienst auf die Beamten im Bundestag einsetzen wolle. Bundesbeamte und Angestellte sollen gleichermaßen Gehaltserhöhungen bekommen.

Nachfolgend sind demnach einige fiktive Rechenbeispiele aufgeführt, welche Auswirkungen eine Besoldungsanhebung analog zum Tarifergebnis aus dem öffentlichen Dienst auf die Besoldungshöhe hätte. Dabei wurde die Berechnung unter Berücksichtigung des Familienzuschlags (verheiratet und 2 Kinder), jedoch ohne Zulagen durchgeführt. Die Beträge sind als Bruttobeträge aufgeführt.

Beispiel 1: Lineare Besoldungsanpassung um 2,2 Prozent ab dem 01. März 2016

Tabelle: Besoldungsanpassung um 2,2 Prozent

Beispiel 2: Lineare Besoldungsanpassung um 2,15 Prozent ab dem 01. Februar 2017

Tabelle: Besoldungsanpassung um 2,15 Prozent ab

Beispiel 3: Lineare Besoldungsanpassung um 2,2 Prozent ab dem 01. März 2016 für Beamte im Bund in den Postnachfolgeunternehmen

Tabelle: Besoldungsanpassung um 2,2 Prozent ab dem 01. März 2016

Beispiel 4: Lineare Besoldungsanpassung um 2,15 Prozent ab dem 01. Februar 2017 für Beamte im Bund in den Postnachfolgeunternehmen

Tabelle: Besoldungsanpassung um 2,15 Prozent ab dem 01. Februar 2017

Wochenstunden für Beamte im Bund reduzieren

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beamten im Bund eine Reduzierung der Wochenarbeitsstunden um eine Stunde. Grund dafür ist, dass Beamte im Bund in der Regel zwei Stunden mehr in der Woche arbeiten müssen als Beschäftigte mit einem Tarifvertrag. Das Bundesinnenministerium des Innern hält diese Regelung für vertretbar. Die Gewerkschaft ver.di allerdings nicht. Dabei sollen aber die Personalquoten wie zuvor gleich stark steigen. Die Gewerkschaft begrüßt zudem eine Anwendung von verschiedenen Arbeitszeitmodellen.

Job-Ticket für Beamte gefordert

Vor allem Beamte in den Ballungsgebieten müssen entweder für die Miete oder für Fahrtkosten viel Geld ausgeben. Dabei sind Großstädte wie Berlin, München und Hamburg gemeint. Besonders Beamtenanwärter sind davon betroffen, da diese sich in der Regel kaum eine nahe gelegene Wohnung zum Arbeitsplatz leisten können. Daher hat ver.di beschlossen, ein sogenanntes Job-Ticket für alle Beamten und Beamtenanwärter einzuführen. Dabei soll der Dienstherr das Job-Ticket finanzieren, damit die Staatsdiener finanziell entlastet werden.