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Gemäß Medienberichten zufolge, fordert der Deutsche Beamtenbund nun einen Notfallknopf am Schreibtisch von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Der Grund dafür sei die gestiegene Anzahl an Attacken auf Beamte.  Die Gewalt gegen Beamte nimmt zu, wie Dauderstädt, Vorstand beim Beamtenbund, mitteilte. Dabei spiele es keine Rolle, in welchem Ort der Beamte beschäftigt ist. Die Gewalt sei nicht überwiegend in Großstädten angesiedelt. Auch in ländlichen Gebieten ist eine Gewalt gegen Beamte erkennbar.

Dauderstädt fordert nun von der Landesregierung bestimmte Schulungen einzuführen, Notfallknöpfe zu installieren und gegebenenfalls zusätzliches Personal bereitzustellen, um einer Gewalt entgegenzuwirken: „Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, deren Aufgabengebiete Konfliktpotenzial haben, sollten Deeskalations-Schulungen erhalten“. „Metalldetektoren am Eingang von Gebäuden könnten mancherorts sinnvoll sein. Der rote Notfallknopf am Schreibtisch, wie man ihn aus Banken und von Juwelieren kennt, sollte vielleicht bald zur Ausstattung von Behördenmitarbeitern gehören.“

Des Weiteren schlug Dauderstädt vor, Büros in Einzelbesetzung abzuschaffen, damit Beschäftigte nicht allein mit Besuchern in einem Raum tätig sind. Besonders gefährdet seien hier Beamte, die in der Verwaltung arbeiten. Der Bereich der Sozialleistungen sei hier insbesondere zu nennen.

In den letzten Jahren kam es immer öfter zu Vorfällen, bei denen Beamte verletzt oder gar getötet wurden. So auch im Jahr 2012, als ein Mann in einem Gericht in Dachau einen Staatsanwalt erschossen hatte. Im gleichen Jahr kam es dann erneut zu einem Übergriff auf einen Beamten. Hier wurde im Jobcenter Neuss eine Mitarbeiterin mit einem Messer erstochen.

Quelle: rp-online.de