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Die 1.114 Beamten der Stadt Münster werden wohl damit rechnen müssen, dass Ihnen die Leistungsprämie für eine herausragende Arbeit in den kommenden Jahren gestrichen wird. Im vergangenen Jahr wurden für die Beamten 676.000 Euro ausgegeben. Dies soll nun im Rahmen des Sparkonzepts der Stadt eingespart werden.

Die etwa 4.000 Angestellten der Stadt im öffentlichen Dienst haben vorerst nichts zu befürchten, da die aktuellen Tarifverträge eine Kürzung hinsichtlich des Gehaltes nicht vorsehen. Im Jahre 2011 wurden somit rund 1,7 Millionen Euro für die Angestellten der Stadt ausgegeben.

Die Kürzung der Leistungsprämie wurde bisher noch nicht endgültig beschlossen, jedoch will die Stadt Münster mit ihren Plänen Ernst machen. Die Gewerkschaft ver.di kündigte schon jetzt an, im Falle einer bevorstehenden Kürzung mit der Stadt Gespräche aufnehmen zu wollen. „Für den Fall, dass die Stadt die leistungsorientierte Vergütung der Beamten streichen will, werden wir mit der Stadtspitze darüber mindestens reden müssen“, teilte Verdi-Chef Bernd Bajohr mit.

Die derzeitigen Leistungsprämien der Beamten werden dadurch finanziert, dass die Beamten der Stadt im Jahre 2005 auf ihr Urlaubsgeld verzichtet haben. Der Chef der Gewerkschaft befüchtet bei einer Streichung der Prämie einen „erheblichen Motivationsschwund“ bei den Staatsdienern.
Der Wegfall der Leistungsprämien ist das zweite bekannt gewordene Detail des Sparplans der Stadt. Zuvor sickerten Meldungen durch, dass der Oberbürgermeister etliche Ämter der Beamten zusammenlegen möchte.

Quelle: recklinghaeuser-zeitung.de