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Die Landesregierung Rheinland-Pfalz plant das Rentenalter für die Landesbeamten auf 67 Jahre zu erhöhen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) reagierten  am Donnerstag letzter Woche folgendermaßen: „Beamte werden ausgelaugt und ausgespuckt“.

Bislang wurden Beamte und Richter mit 65 Jahren pensioniert. Der Ministerrat stimmte dem Pensionsalter von 67 Jahren jedoch letzte Woche zu. Geplant sind Ausnahmeregelungen für zum Beispiel Polizisten. Problematisch bleibt, dass noch mehr Beamte die neue Regelaltersgrenze nicht erreichen werden. Diese erwarten hohe Verluste bei den Bezügen für ihren Ruhestand. Gewerkschaften fordern vor der Erhöhung zunächst altersgerechte Arbeitsplätze.

Schon im Jahr 2012 wurde das Pensionsalter der Tarifarbeiter im Land hochgesetzt. Die Regierung beabsichtigt nun, die Altersgrenze ab 2016 schrittweise anzuheben. Für die Jahrgänge von 1951 bis 1954 sieht sie einen Monat pro Jahr vor. Die Jahrgänge ab 1955 werden mit zwei Monaten pro Jahr hochgestuft. Tarifarbeiter, die nach 1963 geboren wurden, müssen, bis sie 67 Jahre alt sind, arbeiten.

Ausnahmen werden für Lehrer und Arbeiter im Justizvollzug geltend gemacht. Für Polizisten und die Feuerwehr soll sich nichts ändern.

Quelle: focus.de