Das Landgericht hat auf die Vernehmung von Achim Thiel, einem Polizeipräsidenten in Frankfurt am Main, verzichtet. Grund für den Verzicht ist eine Aussage eines 54-jährigen Beamten der Staatsschutzabteilung, der als Zeuge überraschend aufgetreten ist. Zum Hintergrund: Thiel ist des Mobbings an einem Kriminalhauptkommissaren beschuldigt.

Er soll ein Zeitungsinterview über eine Zahlungsklage seitens des Kriminalhauptkommissars der „Bild“-Zeitung im Jahre 2007 übergeben haben.
Die Zahlungsklage bezieht sich auf 30.000 Euro Schadensersatz, die der Kläger vom Land Hessen fordert. Er ist der Ansicht zu Unrecht vom Dienst suspendiert und voreilig kriminalisiert worden zu sein. Ihm wird Untreue als Delikt vorgeworfen. Das Verfahren ist jedoch bereits eingestellt worden.
Das Interview, welches Thiel führte, soll laut der Ansicht des Klägers auf ihn abzielen. Der Zeuge hingegen sagte aus, Thiel habe die Allgemeinheit angesprochen und nicht direkt eine einzelne Person.

In dem Verfahren ebenfalls ausgesagt, hat die frühere Polizeivizepräsidentin Sabine Thurau, die jedoch aufgrund von Falschaussage und Verfolgung Unschuldiger vom Dienst beurlaubt worden ist.
Am 24. Januar 2011 wird das Gericht ein abschließendes Urteil fällen.

 

Siehe auch:

Mobbing-Affäre: Polizeipräsident muss nicht aussagen