Das Ruhegehalt für Beamte PDF Drucken E-Mail
( 147 Votes )
AddThis Social Bookmark Button

Um ein Ruhegehalt beziehen zu können muss der Beamte/die Beamtin mindestens fünf Jahre lang Dienstzeit geleistet haben. Diese fünf Jahre werden ab dem Zeitpunkt der ersten Berufung in das Beamtenverhältnis angerechnet und nur dann berücksichtigt, wenn die Zeit ruhegehaltsfähig ist. Dies gilt auch für das Mindest- Ruhegehalt, die Dienstzeit darf die Dauer von fünf Jahren nicht unterschreiten und muss ruhegehaltsfähig sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, hat wirklich jeder Beamte einen Anspruch auf das Mindest- Ruhegehalt.

 

muss ruhegehaltsfähig sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, hat wirklich jeder Beamte einen Anspruch auf das Mindest- Ruhegehalt. Einen Antrag hat der Beamte/die Beamtin dafür nicht zu stellen, die Auszahlung erfolgt automatisch auf Anweisung des Dienstherrn. Die Höhe des Ruhegehaltes rechnet das jeweils zuständige Versorgungsamt aus. Dafür werden folgende Punkte berücksichtigt:


- wie hoch ist die tatsächlich erdiente Versorgung, welche im Laufe des Dienstlebens erarbeitet wurde
- wie hoch, bzw. wie wäre eine amtsabhängige Mindestversorgung
- wie hoch würde eine amtsunabhängige Mindestversorgung ausfallen

 


 Diese drei Berechnungen werden nun miteinander verglichen, dabei wird dem Beamten die höchste der Berechnungen ausgezahlt. Tatsächlich haben Beamte und Beamtinnen in den meisten Fällen über viele Dienstjahre diese Ruheversorgung auch erdient. Sollte dieser Fall aber nicht eintreten, dann greift in diesen Fällen das Mindest- Ruhegehalt.

Würde beispielsweise ein Beamter in der niedrigsten Gehaltsstufe eingruppiert werden, hat er dennoch einen monatlichen Anspruch von je 1.300 Euro Mindest-Ruhegehalt. Diese vergleichsweise hohe Summe erreichen Arbeitnehmer im Schnitt nur, wenn sie lebenslang überdurchschnittlich verdient haben. Aber nicht nur der Beamte selbst hat einen Anspruch auf eine Mindestversorgung im Alter, auch die Hinterbliebenen (Witwe, Vollwaise und Halbwaise) haben einen Anspruch auf eine Mindestversorgung. Hier gilt nur eine wichtige Ausnahme: sollte die erdiente Versorgung aufgrund von Inanspruchnahme von Teilzeit oder Beurlaubung hinter der Mindestversorgung zurückbleiben, dann wird nur die tatsächlich erdiente Versorgung ausbezahlt. Wenn ein Beamter aufgrund von Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wird, greift dieses Prinzip wiederum nicht. Dann wird dem Beamten das Mindest- Ruhegehalt gezahlt.

Anhand der Tabelle unten, kann man ersehen wie hoch die Mindestversorgung für Beamte im Ruhestand ist. Für die Berechnung gelten dabei folgende Prinzipien:

- als Ruhegehalt werden mindestens 35% der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge für die amtsabhängige Mindestversorgung zugrunde gelegt
- in der amtsunabhängigen Mindestversorgung werden mindestens 65% der jeweils ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A4 zugrunde gelegt, zuzüglich eines bestimmten Betrages.
Zusammen fassend lässt sich feststellen, dass Beamte und Beamtinnen im Alter rund viermal soviel Geld zur Verfügung haben, wie die gesetzliche Grundsicherung für normale Rentner vorsieht. Die vielfach diskutierte Altersarmut kann damit weitestgehend nur Arbeitnehmer betreffen, Beamte und Beamtinnen sind davon im Regelfall ausgenommen. 

 

 Alters- Mindestversorgung nach Beamtenrecht

 Ruhestands-BeamterNormale Versorgung
 Unfallversorgung
Familienzuschlag (FZ) Stufe 0
1.310,7571,5%
E 9 bis E 11
1.345,2860%
 E 12 bis E 13
1.379,8145%
 Witwe Normale VersorgungUnfallversorgung
FZ Stufe 1
840,16
964,69
 Halbweise Normale VersorgungUnfallversorgung 
FZ Stufe 1 (12%)
 161,90-
Vollwaise (20%)
Normale Versorgung
Unfallversorgung 
FZ Stufe 0
256,01
 -
FZ Stufe 1
269,83
 -
 Unfallwaise (30%)
Normale Versorgung
 Unfallversorgung
FZ Stufe 0
-
443,10
FZ Stufe 1
 - 467,01

Quelle: Deutscher Beamtenbund  - Stand: 01.10.2009

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. März 2011 um 10:57 Uhr
 
Beamtenbesoldung - Besoldung | Besoldung