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In Hessen sollen vor allem die rund 25.000 Beamten der unteren Besoldungsgruppen eine Besoldungserhöhung von 420 Euro im Jahr rückwirkend ab dem 01. Juli 2016 erhalten. Für die Anhebung will die Landesregierung etwa 7,5 Millionen Euro mehr ausgeben. Zudem hat die Regierung angekündigt, die Arbeitszeit der Beamten zu reduzieren.

Dabei war die Thematik Besoldung in den letzten Monaten sehr umstritten. Die schwarz-grüne Koalition wollte die Besoldungsanhebung auf einen Prozent deckeln, was jedoch anschließend zu heftigen Protesten bei Lehrern, Polizeibeamten und Feuerwehrmännern führte. Doch davon ließ sich die Regierung nicht beeindrucken – bis jetzt: Nun kündigte sie an, für die rund 25.000 Beamten in den unteren Besoldungsgruppen pro Monat eine weitere Besoldungserhöhung von 35 Euro zu gewähren. Somit sollen dann die Landesbeamten rückwirkend zum 01. Juli 2016 pro Jahr etwa 420 Euro mehr erhalten.

Dem Land kostet die Anhebung der Besoldung für die unteren Besoldungsgruppen im Jahr 2016 etwa 2,5 Millionen Euro zusätzlich zu der verkündeten Besoldungserhöhung von einem Prozent. Im Jahr 2017 sollen dann weitere Kosten in Höhe von rund 5 Millionen hinzukommen.

Reduzierung der Arbeitszeit

Des Weiteren will die schwarz-grüne Koalition die Arbeitszeit der Beamten kürzen. Für Beamte unter 50 Jahren soll de Arbeitszeit um eine Stunde minimiert werden. Statt der bisherigen 42 Stunden pro Woche sollen Beamte nur noch 41 Stunden arbeiten. Die dadurch resultierende Mehrarbeit sollen 970 neue Beamtenstellen im Jahr 2017 abfangen. Das Land will dafür rund 44 Millionen Euro ausgeben.

Nachfolgend sind die bekannt gegebenen Neuerungen nochmals in Kürze einzeln aufgeführt:

In Kürze:

  • Reduzierung der Arbeitszeit für Beamte unter 50 Jahren von 42 auf 41 Wochenstunden ab 1. August 2017
  • 2017 sind 970 neue Stellen für den Ausgleich der entstandenen Mehrarbeit geplant
  • Kürzung der Tätigkeit des Unterrichtens bei Lehrern um 30 Minuten infolge der Minimierung der Arbeitszeit auf 41 Stunden pro Woche
  • Besoldungsanhebung um 1 Prozent für alle Beamten rückwirkend ab dem 01. Juli 2016
  • Weitere Besoldungserhöhungen für die unteren Besoldungsgruppen A 5 bis A 12, dritte Erfahrungsstufe. Insgesamt sollen etwa 420 Euro mehr an Besoldung pro Jahr gezahlt werden. Es sind vor allem der mittlere und der gehobene Dienst von der Besoldungserhöhung betroffen
  • Anhebung der Anwärtergrundbeträge um 600 Euro pro Jahr