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Die derzeitige Beamtenbesoldung für Hochschulprofessoren in Hessen ist vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe für verfassungswidrig erklärt worden. Die Besoldung für Professoren liege teilweise unter der Vergütung von Lehrern.

Dies sei gegen das Grundgesetz des Alimentationsprinzips, welches darauf basiert, dass Beamte entsprechend angemessen vergütet werden müssen.

Das Bundesverfassungsgericht entschied zugunsten eines Chemieprofessors aus Marburg, der zusammen mit dem Deutschen Hochschulverband wegen seiner Beamtenbesoldung Klage einlegte. Der Professor wurde im Jahre 2005 mit einem Grundgehalt von 3.890,03 Euro zuzüglich Leistungsbezügen in Höhe von 23,72 Euro eingestellt. Für das Bundesverfassungsgericht ist die Höhe der Besoldung jedoch verfassungswidrig, da diese gegen das Grundgesetz des Alimentationsprinzips verstoße. Das Land Hessen muss nun bis Ende 2012 eine Neuregelung der Beamtenbesoldung für Hochschullehrer und Professoren vorlegen.

Im Jahre 2005 wurde die Beamtenbesoldung für Hochschullehrer und Professoren neu geregelt. Professoren wurden von der Besoldungsgruppe C in die Besoldungsgruppe W eingruppiert. Die Höhe der jetzigen Besoldung liegt teilweise unter den alten Besoldungssätzen der Besoldungsgruppe C. Universitäten und Hochschulen haben daher die Möglichkeit ihren Professoren und Hochschullehrern Zulagen zu zahlen, die den Differenzbetrag zwischen der alten und der neuen Beamtenbesoldung ausgleichen können. Dabei regelt jedes Land die Besoldung für Hochschullehrer und Professoren selbst.

Hessen ist jedoch nicht das einzige Bundesland, was eine unangemessene Beamtenbesoldung für Professoren zahlt. Auch andere Bundesländer mit einer vergleichbaren Besoldung sind von dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts betroffen.

Quelle: n-tv.de

Siehe auch:

Widerspruch einlegen bei W2-Besoldung