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Mit der Anzahl der pensionierten Beamten werden auch die Ausgaben für deren Versorgung größer werden. Damit sie finanziert werden kann, wird ein Versorgungsfonds entstehen. Das Landesparlament hat das beschlossen, nachdem die Stimmen von CDU- und FDP- Abgeordneten und der Koalitionsfraktionen eingegangen sind.

Anzahl pensionierter Beamter steigt stark an

Derzeit belaufen sich die Kosten für die Beamtenversorgung auf ca. 1,1 Mrd. Euro jährlich. Bis zum Jahr 2026 ist ein Anstieg auf 1,7 Mrd. Euro zu erwarten. Denn die Anzahl der Beamten, die in den nächsten zehn Jahren pensioniert werden, steigt deutlich an. Im letzten Jahr waren es noch 33000, im Jahr 2026 werden es schon 41000 sein.

Derzeit gibt es eine Versorgungsrücklage

Der Versorgungsfonds wird ab diesem Jahr jeweils 77,5 Mio. Euro jährlich mehr bekommen. Da es momentan aber eine Versorgungsrücklage in Schleswig- Holstein gibt, sollen zunächst 630 Mio. Euro als Sondervermögen angelegt werden. Pro Neueinstellung gibt es außerdem monatlich 100 Euro.

CDU-Politiker sehen Finanzierung als unzureichend an

Die Landesfinanzministerin Monika Heinold plant, dass die Mehrausgaben pro Jahr nicht höher als 1,5% liegen. Sie sprach außerdem von einem Substanzerhaltungsgebot, obwohl es ab  2018 möglich sein wird, Mittel aus dem Versorgungsfonds zu entnehmen.
Kritik gab es seitens der CDU, die 100 Euro als eine zu geringe Summe ansieht, um den Fonds ausreichend zu finanzieren.