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In Bremen haben jetzt ca. 600 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst auf dem Marktplatz demonstriert. Unter anderem waren Feuerwehrleute, Polizisten und Lehrer die Teilnehmer dieser Kundgebung. Dabei wollen diese, dass die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst auf die Beamten komplett übertragen werden. Vor dem Rathaus gab es bereits vor Kurzem eine Kundgebung.

In Bremen haben mehrere Gewerkschaften die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu einer Protestaktion aufgerufen. Der Grund dafür ist, dass die Beamtenbesoldung im öffentlichen Dienst von der Bremer Landesregierung nur teilweise auf die Beamten übertragen werden soll. So endete am 22. April ein Treffen zwischen Gewerkschaften und Senat ohne ein Ergebnis. Vertreter der Lehrer- und Polizeigewerkschaften und des DGBs zeigten sich nach einem Gespräch mit Finanzsenatorin Karoline Linnert von den Grünen und Bürgermeister Jens Böhrnsen von der SPD enttäuscht. Dabei hatten die Arbeitnehmervertreter darauf gehofft, dass den Beamten durch die Senatsspitzen Zugeständnisse gemacht werden – allerdings vergeblich. So wird es mehr Geld nicht geben, so zumindest die Botschaft der Landesregierung.

Der Bremer Vorsitzende der Polizei-Gewerkschaft Horst Göbel betonte, dass das Tarifergebnis nicht akzeptiert werden kann. Zu Radio Bremen erklärte Göbel ebenfalls, dass Nullrunden, kein Weihnachtsgeld, regelmäßig verspätete Übernahmen und Urlaubsgeld gestrichen wurde. Seit den 90iger Jahren sollen ungefähr 17 Prozent des Einkommens weggefallen sein.

Vorstandssprecher Christian Gloede vom GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) warnte zudem davor, an andere Bundesländer den Anschluss zu verlieren. Gloede erklärte, dass die Bedingungen für Lehrer woanders besser sind und dass in Bremen nicht die Besten für den Unterricht zu bekommen seien. Die Bürgerschaft wird dann Mitte Juni das letzte Wort haben. Bis dahin soll angeblich weiter protestiert werden. Ebenso soll noch einmal ein Gespräch mit den Regierungsfraktionen gesucht werden.

Quelle: Radio Bremen