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Der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wurde ein erster Entwurf zum Bundesbesoldungs- und Versorgungsänderungsgesetz vom Bundesministerium des Innern für 2010 und 2011 vorgelegt, welcher eine Übertragung des Tarifergebnisses für den Öffentlichen Dienst vom 27. Februar 2010 enthält. Damit sollen Angestellte des Öffentlichen Dienstes wie Soldaten, Richter, Beamte sowie Versorgungsempfänger an den Tarifabschluss für den Bund vom 27. Februar 2010 angepasst werden, was zu einer Angleichung der Einkommensbezüge an die allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse führt.

Lineare Anhebung der Dienst- und Versorgungsbezuege in drei Schritten in den Jahren 2010 und 2011 durch zeit- und inhaltsgleiche Uebernahme des Tarifergebnisses.

- um 1,2 Prozent ab 1. Januar 2010,
- um 0,6 Prozent ab 1. Januar 2011 und
- um 0,3 Prozent ab 1. August 2011.  


Demzufolge sollen die Bezüge der Angestellten des Öffentlichen Dienstes um 1,2 Prozent ab dem 1. Januar 2010, 0,6 Prozent ab dem 1. Januar 2011 und weitere 0,3 Prozent ab dem August 2011 linear angehoben werden. Die Anhebungen ab dem 1. Januar 2010 und 2011 sollen unter Verwendung einer Abflachung des Versorgungsniveaus um etwa 1,08 Prozentpunkte laut Versorgungsänderungsgesetz 2001 durchgeführt werden, wobei die Anhebung der Einkommen ab dem 1. August 2011 eine Verminderung um 0,2 Prozentpunkte des Erhöhungssatzes des Tarifes laut § 14a Absatz 2 Satz 1 des Bundesbesoldungsgesetzes vorsieht.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di steht der Verminderung der Versorgungsbezüge kritisch gegenüber.
Eine Einmalzahlung von 240 Euro sollen den Empfängern von Dienstbezügen sowie eine Einmalzahlung von 50 Euro für Empfänger von Anwärterbezügen zuzüglich zum Einkommen voraussichtlich im Januar 2011 gezahlt werden. Zu beachten ist, dass Versorgungsempfänger keine Einmalzahlung erhalten, was ver.di demzufolge auch kritisiert. Weiterhin soll das FALTER-Modell in einer flexiblen Alterszeitregelung Anwendung finden. Ver.di wird nach § 118 Bundesbeamtengesetz an dem gewerkschaftlichen Beteiligungsgespräch am 23. April 2010 teilnehmen. Eine Entscheidung steht aber erst am 5. Mai 2010 fest, wenn das Bundeskabinett vollständig darüber entschieden hat.

Ver.di kann mit einer Unterstützung vom Bundesminister des Innern Dr. Thomas de Maizière in der Übertragung des Tarifergebnisses, welches zeit- und inhaltsgleich stattfinden wird, auf Angestellte im Öffentlichen Dienst wie Soldaten, Beamte und Versorgungsempfänger rechnen sowie mit der GEW, der Bildungsgewerkschaft, die sich zusammen mit ver.di für eine Übertragung des gesamten Tarifes einsetzt.

Weiterhin wird ver.di sich für Lösungen, die nicht den Öffentlichen Dienst betreffen, eigenständig einsetzen. Solche Lösungen betreffen beispielsweise Regelungen zum Ausgleich von Nachteilen wie unter anderem eine Anhebung der Urlaubstage bei Schichtdienst, Minderung der Wochenarbeitszeiten laut Tarif sowie zunehmende Akzeptanz von Zeiten der Versorgung von Kindern bei Teilzeitbeschäftigung, die ebenfalls Bestandteil des Tarifergebnisses sind.