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Hochschulprofessoren in Hamburg sollen, wenn es nach der SPD ginge, mehr Leistungszulagen erhalten. Seit der Umstellung auf die W-Besoldung erhalten Professoren an Hochschulen deutlich weniger Besoldung. Leistungszulagen sollen normalerweise die Differenz zur abgeschafften C-Besoldung ausgleichen, nur diese Zulagen werden in einem zu geringen Umfang auch ausbezahlt.

Der Vergaberahmen für Leistungszulagen ist seit dem Jahre 2005 millionenschwer, jedoch wird dieser nicht vollständig von einigen Hochschulen ausgeschöpft.

Die Leistungszulagen sind auch stets der Streitpunkt zwischen den Hochschulen und dem Deutschen Hochschulverband (DHV), denn dieser beklagt, dass Professoren zu wenig der Zulagen erhielten und die Hochschulen die vorgesehenen finanziellen Mittel nicht vollständig anwenden, sondern oftmals mindestens ein Drittel zurückbehalten. Künftig sollen alle Zulagen ausgezahlt werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Hochschulen diesem nachkommen.

Erst kürzlich hatte das Bundesverfassungsgericht die Hamburger Beamtenbesoldung W2 als zu niedrig eingestuft. Das Grundgehalt muss demnach reformiert werden. Dann könnte rein theoretisch auch die Leistungszulage reformiert werden, wenn da nicht die Universitäten schon jetzt Kritik äußern würden. Für sie ist klar, dass die Leistungszulage zwar für Professoren anzuwenden ist, aber es nirgends schriftlich verankert ist, dass diese auch vollständig ausgezahlt werden muss.

Quelle: abendblatt.de