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Der Entwurf zum neuen Bundesbesoldungs- und -versorgungsanpassungsgesetz 2016 / 2017 (BBVAnpG 2016/2017) wurde vom Bundesministerium des Inneren am 13.07.2016 vorgelegt.

Die Anhebung der Besoldung im Detail

Die Besoldung und die Versorgungsbezüge der Bundesbeamten werden demnach in zwei Stufen rückwirkend beginnend zum 01. März 2016 um 2,2 Prozent angehoben. Die zweite Anhebung ist zum 01. Februar 2017 um 2,35 Prozent geplant.

Bei den Beamtenanwärtern wird der Anwärtergrundbetrag zum 01. März 2014 um 35 Euro und zum 01. Februar 2017 um 30 Euro erhöht.

BBVAnpG 2016

Anhebung / Rücklage Bundesbeamte Beamtenanwärter
Zum 01. März 2016 + 2,2 % (mind. + 90 €) + 35 €
Zum 01. Februar 2017 + 2,35 % (mind. + 90 €) + 30 €
Versorgungsrücklage - 0,2 % - 0,2 %

Die Aktuelle Bundesbesoldungstabelle 2015

Besoldungstabelle Bund (gültig ab 01. März 2016)

Besoldungstabelle Bund (gültig ab 01. März 2015)

Besoldungstabelle Bund (gültig ab 01. März 2014)

Gewerkschaften begrüßen die Besoldungsanpassung

Für die Gewerkschaften ist die Erhöhung der Beamtenbesoldung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Besonders der Beamtenbund begrüßt die Entscheidung des Bundestages.

"Mit dieser Anpassung wird der Tarifabschluss für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Bundes vom 1. März 2016 zeit- und wirkungsgleich auf die verbeamteten Kolleginnen und Kollegen übertragen, sodass auch sie Anschluss an die allgemeine wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung halten", teilte Hans-Ulrich Benra, stellvertretender dbb Bundesvorsitzender und Fachvorstand Beamtenpolitik, mit.

Zudem sei die Anhebung der Beamtenbezüge ein „wichtiges Signal“ zur Einkommensrunde im öffentlichen Dienst der Länder im Jahr 2016: „Der Bund hat vorgemacht, wie es geht: Beamtinnen und Beamte sind keine freie Verfügungsmasse für Sonderopfer, sondern verdienen die gleiche Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung wie ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Arbeitnehmerbereich. Deswegen sind die Dienstherren der Länder gut beraten, den Tarifabschluss des nächsten Jahres zeit- und wirkungsgleich auf die Landes- und Kommunalbeamten zu übertragen.

Quelle: presseportal.de