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Auch eine nachträglich vorgelegte Krankmeldung schützt nicht vor einer Kündigung. Wer der Arbeit fern bleibt, ohne pünktlich eine Krankmeldung abzugeben, riskiert als Arbeitnehmer eine Kündigung. Dies gilt auch dann, wenn die Bescheinigung nachträglich vorgelegt wird. Dazu gilt ein Urteil des Landesarbeitsgerichtes Rostock (Az.: 3 Sa 195/07), wie das die DAV (Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltsvereins) mitteilte.

 

Wer sich rückwirkend krankschreiben lässt, muss die Frist von zwei Tagen einhalten. Das Urteil begründet sich auf den Fall einer Lehrerin, welche bei zwei dienstlichen Terminen innerhalb der Schulferien nicht erschienen war. Später schickte sie der zuständigen ein ärztliches Attest, dieses wurde aber erst fünf Tage nach ihrem Fehlen ausgestellt. Der Arbeitgeber begründete seine Kündigung mit dem Fehlen des Attestes. Daraufhin ging die Lehrerin vor Gericht und erhob Klage, die Kündigung sei unrechtmäßig. Die Richter hingegen gaben dem Arbeitgeber Recht. Unentschuldigtes Fehlen stellt eine schwere Pflichtverletzung dar und eine Kündigung sei rechtens. Das Attest könne das Fehlen der Lehrerin nicht mehr entschuldigen, weil es zu spät ausgestellt worden sei. Zum Sachverhalt wurde der Arzt ebenfalls befragt und es ergab sich, dass von einem „Gefälligkeitsattest“ auszugehen sei. Dies verschlimmere den Sachverhalt noch, denn in diesem Fall sei keine vorherige Abmahnung nötig.

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