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Alle Beamtinnen und Beamten des Bundes wurden zum 01.07.2009 in das neue Besoldungssystem übergeleitet. Die bisherigen Zahlungsbeträge waren maßgeblich für die Überleitung. Dabei fand eine Neubewertung oder Festsetzung der individuellen Erfahrungszeiten anlässlich der Überleitung nicht statt. Der Gesamtbetrag in der Überleitungstabelle war die Grundlage für die Überleitung. Neben den acht Stufen der neuen Grundgehaltstabelle, enthält die neue Überleitungstabelle auch sieben den jeweiligen Stufen zugehörige Überleitungsstufen. 


gültig ab 1. Juli 2009 (Bundesbesoldungstabelle) Überleitungstabelle

Damit sind nun alle Beamtinnen und Beamten übergeleitet und einer Stufe zugeordnet. Mit der Überleitung in die neue Überleitungstabelle begann ab dem 01.07.2009 nun der Aufstieg in die nächst höhere Stufe, wobei jetzt die jeweilige Erfahrungszeit maßgebend ist und nach den Regeln der neuen Tabelle nach zwei, drei oder vier Jahren stattfindet.
ver.di  gab bekannt, dass Hinweise von Beamtinnen und Beamten eingegangen sind, welche Rückschlüsse auf mögliche Benachteiligungen zulassen. Aufgrund dieser Hinweise wurde das Bundesministerium gebeten die Fälle, welche selbstverständlich anonymisiert weiter gegeben wurden, zu prüfen und gegebenenfalls gesetzgeberische Korrekturen einzuleiten.

Die abschließende Überprüfung der einzelnen Fälle ist noch nicht abgeschlossen.
Aufgrund des Regierungswechsels und der Wahl des neuen Bundestages, kann es möglich sein, dass die Regierung auch noch rückwirkend mögliche Benachteiligungen ausräumen und beseitigen wird. Dabei sind ver.di Fälle bekannt, in denen dringender Handlungsbedarf besteht. Dabei spricht ver.di davon, dass Benachteiligungen, welche in erheblichem Maße durch die Überleitung entstanden sind, nicht widerspruchslos hingenommen werden dürfen.




ver.di plant aufgrund dieser Benachteiligungen weitere Gespräche mit dem BMI sowie den Bundestagsfraktionen.  
Die Besoldungsüberleitung beinhaltet allerdings im Grundsatz, dass der Gesetzgeber das schon bestehende Bezugsniveau bis zum 30.06.2009, dauerhaft gesichert hat. ver.di verhinderte ebenfalls, dass beabsichtigte Kürzungen der Besoldung durchgesetzt wurden.
Es konnten keine Abstriche bei der Besoldung zum genannten Stichtag ausgemacht werden. Gleichzeitig entspricht die Besoldungshöhe der Stufe 8, der bis zum 30.06.2009 bestehenden Dienstaltersstufe 12. Bis jetzt orientierte sich das System am Besoldungsdienstalter, nun basiert das neue Dienstrechtordnungsgesetz auf den Erfahrungen der Beamtinnen und Beamten. Dieser komplette Wechsel hatte zur Folge, dass der Wechsel zwischen dem „alten“ und „neuen“ System nicht identisch verlaufen konnte, da nun völlig andere Maßstäbe zur Besoldung zugrunde gelegt werden.

Das Institut zur Anstellung ist aufgrund des neuen Dienstrechtsneuordnungsgesetzes weggefallen. Dies hat zur Folge, dass bereits bei der Anstellung in das Beamtenverhältnis auf Probe ein Amt verloren gehen kann und auch eine Beförderung während der Probezeit möglich sein wird. Beamtinnen und Beamten, welche noch unter das alte Recht fallen, soll es ermöglicht werden, eine vorzeitige Anstellung und Beförderung zu bekommen, wie diejenigen Beamtinnen und Beamten, welche unter das neue Recht fallen. Dazu hat der Bundespersonalausschuss einen Ausnahmebeschluss verfasst. Dem Bundespersonalausschuss gehören auch ver.di Vertreter an, diese empfehlen jungen Beamtinnen und Beamten, welche eine gute bis sehr gute Beurteilung erhalten haben, einen entsprechenden Antrag beim Bundespersonalausschuss zu stellen.