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DBB erwartet die Bezahlung ins Lot zu bringen und den Nachwuchs an Lehrkräften zu sichern.
Im Bereich der Lehrkräfte ist ein akuter Mangel an Nachwuchskräften zu befürchten. Die Bezahlung der Lehrer und Lehrerinnen ist im Vergleich zu anderen akademischen Berufen so schlecht, dass zu befürchten ist sehr viel weniger neue Lehrkräfte zu finden. Zurzeit sind rund 200.000 Lehrkräfte bundesweit tarifbeschäftigt, für diese erwartet Frank Stöhr, 1. Vorsitzender der dbb Tarifunion, eine deutlich bessere Bezahlung.


Gehalt für Lehrer: Regelung der Vergütung von Mehrarbeit und Überstunden

Die derzeitigen Löhne der Lehrkräfte werden den gestiegenen Anforderungen im Berufsleben des Lehrers nicht gerecht und auch die Ausbildungsabschlüsse werden bei der Entlohnung nur mangelhaft berücksichtigt. Ein Grundschullehrer verdient in der Entgeltgruppe 11 als Berufsanfänger derzeit nur knapp 2.400 Euro, ein Gymnasiallehrer in der Entgeltgruppe 13 nur 2.800 Euro.
Frank Stöhr: „ mittlerweile fehlen an den deutschen Oberschulen 20.000 Pädagogen, vor allem die Lehrfächer in den Bereichen Technik, Mathematik und Naturwissenschaften sind deutlich unterbesetzt. Die Bezahlung muss endlich gerechter und angemessener werden, sonst droht ein Verlust des Nachwuchses und der Wettbewerb mit der Privatwirtschaft wird verloren sein.“

 

 

Stöhr führte weiter aus: „die Bezahlung von Lehrkräften muss endlich tarifiziert werden, die Bezahlung aufgrund von Arbeitgeberrichtlinien müsse abgeschafft werden. Derzeit werden Lehrkräfte je nach Bundesland noch unterschiedlich eingruppiert, auch dieser Missstand muss endlich abgeschafft werden und eine bundesweit einheitliche Bezahlung soll eingeführt werden.“ Der dbb fordert, dass am Ende der Verhandlungen die Eingruppierung der Lehrer nicht nur einheitlich wird, sondern auch den gestiegenen Anforderungen an den Beruf gerecht wird.  
Am 29.September 2009 beginnen in Berlin die Verhandlungen zur Entgeltordnung zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder.